Sonntag, 22. Oktober 2017

Gourmet-Kochkurs bei Sternekoch Achim Schwekendiek


Ich stehe nun schon seit über 25 Jahren am heimischen Herd und koche. Ich bin hundertprozentiger Autodidakt und habe nie Kochunterricht gehabt. Auch wenn durch den Blog einige Menschen meine Rezepte gelesen und für gut befunden haben, sind nur wenige Bekannte und Verwandte in der Lage gewesen, die Resultate meiner Kocherei auch zu probieren. Ich möchte zwar gerne annehmen, mit meinem selbst erworbenen Können nicht allzu schlecht darzustehen, mir fehlt aber der Vergleich. Deshalb habe ich diesem Tag sowohl mit freudiger Erwartung, als auch einiger Skepsis entgegen gesehen. Die Gattin und die Sous-Chefin hatten mir nämlich zu meinem Geburtstag die Teilnahme an einem Kochseminar geschenkt. Solche Veranstaltungen finden bei uns im Dorf alle paar Monate im Küchenstudio Schütte statt und werden vom Küchendirektor des Schlosshotels Münchhausen, Achim Schwekendiek, abgehalten. Gründer der "jungen Wilden", zusammen unter anderem mit Stefan Marquard, hält Schwekendieks Küche seit Jahren erfolgreich einen Michelin-Stern. Der Mann kann also etwas und wenn ich in so einem Kurs, der sich auch noch ausgerechnet "Gourmetküche" als Thema gegeben hat, nicht untergehe, sollte es um meine Fertigkeiten doch nicht so schlimm bestellt sein.

Freitag, 20. Oktober 2017

Pollo a la cazuela


Die Gattin machte mich kürzlich darauf aufmerksam, das ein hiesiges Geschäft für Küchen- und Dekokram spanisches Terrakotta-Geschirr im Angebot hatte. Bei sowas kann ich ja nicht widerstehen. Ich habe dann alsbald eine mittelgroße cazuela erworben, dass ist eine pfannenartige Kasserole, in diesem Fall innen lasiert. Cazuela ist aber auch der Name von Gerichten, die in ebendieser Pfanne gekocht werden. 

Waldpilze mit Knoblauch


Heute wird es, jenseits aller tagespolitischer Entwicklungen, Spanisch. Den Anfang machen Knoblauchpilze, die man wunderbar als Tapas reichen kann. Viele Rezepte sehen hierfür Champignons vor, oftmals die braune Sorte, aber ich hatte noch ein paar Maronenröhrlinge (Braunkappen) von gestern übrig, die verarbeitet werden wollten. Das macht die Sache natürlich noch edler und vor allem schmackhafter. Ich hoffe auf ungeteilte Aufnmerksamkeit, wenn ich mir diesen Kalauer erlauben darf.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Poulet sauté chasseur mit frischen Waldpilzen


Was dem Italiener sein pollo alla cacciatore, ist dem Franzosen der das poulet sauté chasseur. Wer hier Sprachprobleme hat, dafür aber des Englischen mächtig ist, kann vielleicht vom Verb "to catch = fangen" her die deutsche Übersetzung des heutigen Rezepts ableiten. Es geht nämlich um ein Gericht "nach Jägerart". Meist hat das was mit Pilzen zu tun. Das Jägerschnitzel (nicht die Ost-Version aus panierter Wurstscheibe) ist ein Beispiel dafür, der leider aus der Mode gekommene Klassiker Steak Diane, benannt nach der römischen Jagdgöttin, ein anderes.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Sahniges Kalbsragout mit Gemüse


Gerade bei Kalbsragout oder Geschnetzeltem gibt es zwei mögliche Herangehensweisen. Entweder man brät das Fleisch scharf an, lässt es aber innen rosa und gibt es am Schluss nur noch mal zum Aufwärmen an die Sauce oder man schmort das Ganze, bis es wieder zart wird. Für erstere Methode empfiehlt sich dann Filet und zum Schmoren würde man eher Nacken oder andere Partien nehmen, die länger brauchen, um zart zu werden. Ich hatte hier Medaillons aus der Keule, also Fleisch, das für beide Arten brauchbar ist. Da die Gattin aber keine Freundin von rosa Fleisch ist und ich auf der anderen Seite keine Zeit für lange Schmoreinsätze hatte, musste ich einen Kompromiss eingehen und das Fleisch durchgaren. Mit etwas Fingerspitzengefühl und Glück ist es dann  auch nicht zäh geworden. Und während im Fernsehen neben an das "Perfekte Dinner" aus meiner Heimatstadt und quasi Wohnort Hameln läuft, tippe ich hier und verdaue leise.

Montag, 16. Oktober 2017

Portugiesischer Kabeljau-Auflauf mit Tomate und Kartoffel


Zunächst einmal ein paar Worte in eigener Sache: 

Vielen Dank, Facebook, dass du es für nötig gefunden hast, mein "wesfood kitchen" FB-Profil zu deaktivieren, weil dies angeblich nicht der Name ist, unter dem ich im richtigen Leben bekannt bin. Ich will nicht spitzfindig sein, aber der Account diente dazu, diesem profitfreien Blog in den verschiedenen FB-Kochgruppen eine Stimme zu verleihen und bei den meisten dürfte ich als "wesfood" bekannter sein, als unter meinem Klarnamen Lars Westerhausen. Aber was rege ich mich eigentlich auf? 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Hawaii-Burger



Die Ansage gestern war deutlich: "Morgen soll das Wetter schön werden. Lass uns grillen, ich möchte Burger." So etwas lasse ich mir nicht zweimal sagen, also flugs das Benötigte eingekauft. Burger mache fast ausschließlich von Grund auf selbst. Das macht das vermeintliche Fastfood zwar zu einer zeitaufwendigen Prozedur, ich weiß dafür aber, was in den Sachen drin ist. Besonders bei den großen Franchiseketten ist oft gar nicht mal der Burger selbst das Problem - das bisschen Salat und Rindfleisch ist ja fast schon gesund - es sind die Saucen und insbesondere der Bun, also das Brötchen, die unter die Genfer Konvention zum Verbot chemischer Kampfstoffe fallen sollten.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Sauce Hollandaise: Risiko Edition


Es gibt Tage, da bleibt man lieber im Bett. Ich bin ja ein großer Freund davon, Dinge auf das Autodach zu legen und dann loszufahren. Bisher ist das auch immer gut gegangen, heute habe ich es aber geschafft, mein Smartphone auf diesem Wege in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Ich konnte die Einzelteile zwar auf der B1 einsammeln, so dass ich zumindest SIM- und SD-Karte wieder habe. Das Gerät hingegen hat es hinter sich. Aber ärgern hilft auch nicht, denn dann bekomme ich schlechte Laune und das Handy ist immer noch kaputt. Irgendwo liegt hier noch ein S5 Mini und/oder ein S4 rum, die tun es erstmal auch.  

Dienstag, 10. Oktober 2017

Paprikatopf mit Huhn


Der eine oder andere Beitrag in diversen Kochgruppen hat in mir den Wunsch nach etwas ungarisch angehauchtem erweckt, vorzugsweise geschmort. Bei uns läuft das ja alles als Gulasch, der Magyare macht da feinere Unterschiede und kann unter anderem mit gulyás, pörkölt, paprikás oder tokány aufwarten. Vermutlich wäre das heutige Essen durch die Zugabe von Sahne und Crème Fraîche am ehesten ein paprikás, aber dieses Fass will ich hier jetzt nicht aufmachen, deshalb spreche ich ganz einfach von "Paprikatopf". Authentisch ist das sicher nicht, aber mir schmeckt es so und solange ich das Ganze nicht als etwas verkaufe, was es nicht ist, gibt es auch nichts zu meckern.

Montag, 9. Oktober 2017

Spaghetti mit Spinat, Tomaten und Riesengarnelen


Kochen kann nach einem langem Arbeitstag entspannend sein, doch manchmal habe auch ich keine Lust auf große Aktionen am Herd. Wenn es schnell gehen muss greife ich gerne zu Pasta. Da gibt es jenseits der Klassiker unendliche Kombinationsmöglichkeiten und man oftmals etwas leckeres, dennoch aber vergleichsweise leichtes auf dem Teller. Heute habe ich Spinat mit Tomaten gepaart und ein paar Riesengarnelen dazugepackt.Ich bin halt noch etwas erkältet und da kann eine extra Portion Antibiotika nicht schaden. Damit das Ganze nicht zu trocken wird und weil ich Käse in italienisch angehauchten Fisch- und Meresfrüchtegerichten vermeide, habe ich etwas Mascarpone untergerührt. Alles in allem eine leckere Pasta, die ich jederzeit auch auf die Karte eines italienischen Restaurants setzen würde.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Nudeln mit Huhn und Riesengarnelen


Es gibt so ein paar tiefgreifende Weisheiten, für die man nicht unbedingt einen Glückskeks aufmachen muss. "Wer ein Omelett machen will, muss Eier zerschlagen" ist zum Beispiel eine davon. "Man soll des Bären Pelz nicht verkaufen, bis man es hat" ist ein anderes. Hinzugefügt werden sollte noch: "Wer Bratnudeln machen möchte, braucht Nudeln". Normalerweise habe ich immer tonnenweise besonders chinesische Teigwaren im Haus. Heute sollte es auf Wunsch der Familie Bratnudeln geben und ich hatte schon alles schön vorbereitet, nur um festzustellen, dass aus irgendeinem Grund keine Mie-Nudeln mehr im Haus warn. Am einem Sonntag natürlich schlecht. Klar, ich hätte mein Stirfry auch mit Reis reichen können, aber beim Durchwühlen der Vorräte fiel mir dann eine Packung japanischer Udon-Nudeln in die Hände. Also habe ich - schockschwere Not! - zu einer Crossover-Lösung gegriffen und ein chinesisches Wokgericht mit japanischen Nudeln serviert. Ich hatte schon Angst, dass dies, ähnlich dem Teilen durch Null, dazu führen würde, dass das Universum implodiert, aber siehe da, es ist noch mal gut gegangen. Mehr noch, es hat sogar besser, als mit Mie geschmeckt.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Pasta mit Spitzkohl und Möhre


Herbst ist auch Kohlzeit. Aus alten Tagen, als man noch Angst vor Vitaminen hatte, kennt man das Gemüse oft noch stundenlang auf dem Herd zu Brei gekocht. Muss aber nicht sein. Gerade zarte Sorten, wie zum Beispiel Spitzkohl, verdienen eine schonende Herangehensweise. Kurz durch die Pfanne geschwenkt behält der Kollege nämlich seinen knackigen Biss und auch möglichst viele gute Inhaltsstoffe. Verzichtet man auf die (spontane) Beigabe von Speck, ist das dann sogar vegetarisch, ohne Käse und mit den richtigen Nudeln gar vegan.

Montag, 2. Oktober 2017

Paella mit Venusmuscheln, Thunfisch und Shrimps


Wie lautet die uralte Küchenweisheit? "Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann koche dir 'ne Schale Reis". Die Frage reduziert sich dann meist nur noch auf die Entscheidung "Risotto oder Paella?". Da ich heute aber fantastische Venusmuscheln (Vongole) bekommen habe und darüber hinaus noch Riesengarnelen und guten Thunfisch, schien mir die spanische Richtung vom Schicksal bestimmt. Paella sollte es werden und tatsächlich fand sich in meinen Beständen noch ein volles Säckchen mit Arroz Bomba, dem richtigen Reiskorn für dieses Gericht. Alles andere ist ohnehin immer vorrätig, also stand dem Unterfangen nichts im Wege.    

Sonntag, 1. Oktober 2017

The Best of September 2017


Auch wenn es diesen September hier stiller war als sonst, lohnt sich der Monatsrückblick. Das Essen wird deutlich herbstlicher. Schmorgerichte und Schnitzel standen hoch im Kurs und so überrascht es kaum, dass eine deftige Bohnensuppe klickmäßig als Gewinner durchs Ziel marschiert ist. Ich selber habe während einer Woche in der Ukraine viel Anregungen gesammelt und werde mich demnächst dem Thema "slawische Küche" vermutlich weiter annähern.

Donnerstag, 28. September 2017

Home again ...


Dobryj den! Nach sieben Tagen Schulaustausch in der West-Ukraine (Luzk), bin ich nun wieder in den eigenen vier Wänden. Genau wie die Schüler war auch das Lehrpersonal privat untergebracht und näher am Puls des Geschehenes kann man nicht sein. Vorweg - und auch um diesen Eintrag auf einem Food Blog zu rechtfertigen: heute gab es Hühnersuppe, da wir alle erkältungstechnisch etwas kränkeln und Suppe nie schadet.

Donnerstag, 21. September 2017

Pryvit aus der Ukraine


"Pryvit" heißt Hallo und wird eigentlich in kyrillischer Schrift geschrieben, so wie alles hier. Das führt zu einem Hauch von Exotik, verdeutlicht aber auch, wie wichtig gerade sprachliche Integration ist. Ich bin jetzt nur eine Woche hier, aber es ist schon sehr komisch, durch eine Stadt zu gehen, wo man nicht nur nicht versteht, was die Leute sagen, sondern auch nicht in der Lage ist, ein einziges Schild zu lesen. 

Dienstag, 19. September 2017

Ich bin dann auch mal kurz weg ...



Heute waren wir bei der Hausbank, da die Zinsfestschreibung der Hauskauffinanzierung nach zehn Jahren ausgelaufen war und wir neu verhandeln konnten. Aufgrund der Zinspreisentwicklung sind wir nun bei gleicher monatlicher Belastung schon deutlich ein paar Jahre früher fertig als geplant und werden so vielleicht doch noch die Gelegenheit haben, bis zur Pension etwas "auf die hohe Kante zu legen". Ich lebe ja sonst eher von der Hand in den Mund. 

Montag, 18. September 2017

Hähnchengeschnetzeltes mit Gemüse und Pilzen in sahniger Sauce


Ich habe mich ja immer ein wenig darüber amüsiert, dass meine Altvorderen, Schwiegereltern inklusive, irgendwann damit begannen, auf Familienfeiern nur noch über Krankheiten oder "wer in der Zeitung gestanden hat" zu sprechen. Mittlerweile ist auch bei mir die 50 in Sichtweite und die Pharamindustrie verdient nicht schlecht an mir. Aber ich will nicht klagen, denn solange ich noch morgens mit Schmerzen aufwache, weiß ich, dass ich noch lebe. Gerade jetzt habe ich ein paar Magenprobleme auskuriert, nur um im Anschluss Schüttelfrost, Fieber und den Anflug einer Bronchitis zu bekommen. Kann ich nicht gebrauchen, denn Mittwoch muss ich auf Fälle topfit sein, es stehen dann spannende sieben Tage vor mir. Davon aber erst morgen. 

Samstag, 16. September 2017

Kasslernacken auf Sauerkraut aus dem Römertopf


Zwei Dinge sind zu diese Jahreszeit zu bemerken. Zum einen ist es abends meist schon dunkel, wenn wie essen. Das heißt, Fotos können nicht kaum noch bei Tageslicht geschossen. Das merkt man an der grottigen Qualität.

Zum anderen kann man zur Zeit auch in Norddeutschland kein Geschäft mehr betreten, ohne sofort von dirndl- oder seppelhuttragenden Bayernimitatoren umringt zu sein. Weißwurst, LeberkäseLaugenbrezel überall, so als ob es kein Morgen gebe. Durch meine kulturelle Sozilisatin im Weserbergland ist mir dieses Oktoberfestgehabe aber mindestens genauso fremd wie Karneval im Rheinland oder das Goroka Sing-Sing auf Papua-Neuguinea. Mit dem Blick aufs heutige Essen könnte man meinen, auch ich sei diesem Hype jetzt erlegen. Stimmt aber nicht. Mir stehen demnächst ein paar deftige Tage bevor und da muss ich schon mal trainieren. Mehr dazu, wenn es soweit ist.

Donnerstag, 14. September 2017

Casa di Emilio in Hameln


Kann man in Hameln noch gute Pizza essen? Die Sache wird immer schwieriger. Von den ganzen Bringdiensten lasse ich mittlerweile meine Finger, denn da hat der Karton oft mehr Geschmack, als der wahlweise labrige Fettlappen oder der steinharte Pizzakeks, der darin transportiert wird. Kein Wunder, werden diese Läden doch so gut wie nie von Italienern geführt, die wissen, wie eine gute Pizza auszusehen und zu schmecken hat. 

Aber auch italienische Restaurants enttäuschen oft. Mal ist der Pizzaboden zu dick, es ist zu viel (und vor allem der falsche) Käse darauf, dann wieder wird mit Zutaten experimentiert, die besser nicht zusammengebracht werden sollten. An barbarisches Gebäck wie "Hawaii Pizza" hat man sich ja mittlerweile fast gewöhnt, aber Pizza und Bananen ... ich darf doch wohl bitten, irgendwann muss doch mal Schluss sein. Die Luft wird eng. Gut, in holzbefeuerten  Steinbacköfen backt ohnehin kaum einer, aber ein wenig Mühe kann man sich doch wohl trotzdem geben. In der Rattenfängerstadt bleibt da die Trattoria Castello mit guter Pizza, leider aber einem sehr kleinen Gastraum und noch kleinerer Küche. Und eben das Casa di Emilio, in dem wir schon mal im April waren. ich hätte schwören können, davon berichtet zu haben, aber ich finde nichts im Blog. Also wird das hier gleich mitgereicht.

Dienstag, 12. September 2017

Nur mal so ... (Teil 113)


Kochen kann auch Therapie sein. Manche überwinden so ihre kulinarischen Kindheitstraumata, andere überprüfen nach überraschend schlechten Restaurantbesuchen die Funktionstüchtigkeit ihrer Geschmacksknospen, um sich zu vergewissern, dass die Enttäuschung nicht selbst verschuldet war. Letzteres war bei mir der Fall. 

Montag, 11. September 2017

Pasulj - serbische Bohnensuppe


Seitdem ich diese Steingutschälchen habe, steht mir der Sinn nach rustikalen Genüssen. Deftige Eintöpfe und Suppen passen ja auch in die mittlerweile eher herbstliche Jahreszeit. Wir waren neulich mal wieder im Parthenon essen und ich hatte vorweg eine leckere Bohnensuppe mit fleischiger Einlage. Nicht die original griechische Fasolada (steht auch auf meiner Liste), sondern eher nach Balkan-Art. Das brachte mich auf die Idee, einmal eine serbische Bohnensuppe zu kochen. Begrifflich muss man ja vorsichtig sein, ich erinnere mich noch sehr gut an die frühen 90er, als Titos Jugoslawien zerfiel und auch unter meinen Bekannten plötzlich gebildete Menschen auf Grund ethnischer Befindlichkeiten kein Wort mehr miteinander sprachen. In zahllosen "Balkangrills" wurde in Speisekarten das Adjektiv "serbisch" deutlich sichtbar durchgestrichen, andersherum erging es kroatischen oder bosnischen Spezialitäten sicherlich auch so. Ich will hier aber keine alten Wunden aufreißen oder Öl ins Feuer kippen, sondern nur meine Version des leckeren Klassikers vorstellen. Klar wird da wieder jemand kommen und sagen, seine Großmutter in Sonstwo hätte das aber anders gemacht, aber bitteschön, es ist ein freies Land ...

Freitag, 8. September 2017

Melanzane alla Parmigiana - überbackene Auberginen


Kein vorschnelle Freude, ich lebe noch! Oder wie Mark Twain es gesagt hätte: Gerüchte über das Ende dieses Blogs sind stark übertrieben. Ich habe sogar die Tage gekocht, aber nichts neues oder erwähnenswertes. Nächste Woche wird das sicher wieder anders, ich habe da so einige Vorhaben, die gut in die Jahreszeit passen. 

Montag, 4. September 2017

Maronen-Röhrlinge in Sahnesauce mit Pasta


Das hier möchte ich nicht unterschlagen. Die Gattin hatte am Freitag Pilze gesammelt und wurde sogar fündig. Zwar keine Steinpilze, dafür aber Maronen-Röhrlinge (Braunkappen). Das sind recht passable Speisepilze, die man eigentlich nicht verwechseln kann, wenn man weiß, dass der Schwamm unter dem Hut bei Druck bläulich anläuft. Auch ist dieser Pilz vielfältig einsetzbar und eignet sich auch gut zum Trocknen. Man sagt, der sporige Boletale sei noch immer in manchen Gebieten Süddeutschlands durch den Atomunfall in Tschernobyl belastet, insbesondere die namensgebende braune Haut soll Radioaktivität speichern. Wenn man den Pilz aber nicht täglich und dann tonnenweise futtert, sollte es aber kein Problem darstellen. Auch wenn ich schildrüsenbedingt aufpassen muss, ein bis zweimal im Jahr gönne ich mir das.

Sonntag, 3. September 2017

Kartoffelsuppe mit Steinpilzen und Pfifferlingen


Die Familie wünschte sich Kartoffelsuppe. Die passt natürlich hervorragend zur gefühltem Jahreszeit. Eigentlich ein eher schlichtes Mahl. Mit ein paar schön angerösteten Pilzen wird es aber richtig zum edlen Schmaus und bräuchte sich auch auf Speisekarten besserer Restaurants nicht zu verstecken. Hat man einen Brühevorrat im Haus - und den sollte man immer haben - ist die Sache auch recht schnell auf dem Tisch.

Freitag, 1. September 2017

The Best of August 2017


Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Das Jahr hat doch gerade erst begonnen und schon ist der August 2017 Geschichte. Eigentlich war der Monat auch gar nicht mal so unlecker, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf indisch/pakistanischer Küche. Rein von den Klickzahlen konnten aber eher andere Rezepte punkten, wenn natürlich auch nur im bescheidenem Maße.

Donnerstag, 31. August 2017

Chicken Cacciatore


Pollo alla cacciatore, also Huhn nach Jäger Art, ist sowohl ein Klassiker der italienischen Küche, als chicken cacciatore oder hunter's chicken aber auch in italo-amerikanischen Kulturkreisen beliebt. Einem französischen coq au vin nicht ganz unähnlich, wird in Bella Italia meist ein ganzes Huhn zerlegt und mit Haut und Knochen in einer reichen Tomatensauce geschmort. Das haben wir hier auch schon mal gemacht. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und besonders in Restaurants, bevorzugt man jedoch Brustfilet. Diese Variante, die auch deutlich schneller auf dem Tisch ist, möchte ich heute vorstellen. Orientiert habe ich mich einmal mehr an Gordon Ramsay, der diese Version in der gerade ausgelaufenen ersten Staffel der Neuauflage seiner Food-Talkshow The F Word  vorgestellt hat. Nebenbei bemerkt, das britische Original  der Sendung, ebenfalls von und mit Ramsay, war um Klassen besser, als das amerikanische Remake, das deutlich weniger "natürlich" wirkt. Aber das ist ja oft so.

Dienstag, 29. August 2017

Sommerliche Pasta mit Pancetta und Oliven


Gerade wenn es draußen heiß und schwül ist, habe ich keine Lust auf lange Kochsessions in stickigen Küchen. Da bin ich immer froh, wenn ich etwas habe, dass insgesamt nicht länger dauert,als Nudeln zum Garen brauchen. Ein paar einfache Zutaten in die Pfanne geben, Pasta dazu, durchschwenken und fertig. Mehr braucht es nicht und bei guten Zutaten ist weniger ohnehin immer mehr. Besonders heute hat sich das mal wieder bewährt.

Sonntag, 27. August 2017

Vorwärts in die Vergangenheit: Hackfleisch mit Spaghetti


Als Jugendlicher habe ich Billard geliebt und oft die eine oder andere Partie gespielt. Ich möchte auch behaupten, dass ich gar nicht mal so schlecht war. Dann bin ich mit ein paar Freunden einem Verein beigetreten. Dort hatte man sogar einen richtigen Snookertisch, was eine ganz andere Hausnummer als Pool ist. Anfangs war das alles ganz toll und spannend. Dann aber, als aus Spaß an der Sache ein gewisser vereinsinterner Zwang entstand und man dauernd irgendwelche Ranglisten ausspielen musste, verlor ich ziemlich schnell die Motivation und trat wieder aus dem Verein aus. Das war vor gut 27 Jahren und ich habe seitdem kaum noch einen Queue angefasst.

Mittwoch, 23. August 2017

Salat mit Pfifferlingen, Apfel und Bacon


Ich sage es ja immer wieder, es gibt so Rezepte, die liest man und weiß sofort: "Das musst du auch mal machen". So geschehen bei diesem Salat, den ich auf einer italienischen Kochseite gefunden habe. Nun bin ich dieser Sprache nicht wirklich mächtig, die gängigen Zutaten und Mengenangaben verstehe ich doch schon, also war es kein Problem herauszufinden, was hier von mir verlangt wurde. Das Gute: Äpfel haben wir aus dem eigenen Garten und Pfifferlinge hatte ich noch ein paar vom Risotto vorgestern übrig. Die Pilze mussten dringend verarbeitet werden, also kam mir der Salat gerade recht.

Dienstag, 22. August 2017

Köfte


So langsam wird es Herbst und bevor die Drinnen-sitz-und-Raclette-mach Saison anfängt, muss noch schnell gegrillt werden, was es zu grillen gibt. Bratwurst ist ja bekanntlich nicht so meins, außer dem traditionellen Schinkengriller auf dem Weihnachtsmarkt, also landen bei mir meist Speisen aus fernen auf dem Grill. Heute gab es Köfte, das sind Hackfleischröllchen oder Bällchen die meist über offenem Feuer gegrillt werden, oft auf schwertähnliche, breite Spieße gesteckt. Köfte sind in der ganzen arabischen Welt, ja im ganzen Nahen Osten einschließlich Israel sehr beliebt. Mein Rezept stammt angeblich aus dem Irak. Da wir an unserer Schule auch einige irakische Kinder haben, werde ich versuchen, das zu Beginn des neuen Schuljahrs in NRW gleich mal zu verifizieren. Bis dahin lassen wir das einfach mal so stehen.

Montag, 21. August 2017

Risotto mit Safran und Pfifferlingen


Am Sonntag waren wir im Wald spazieren. Da habe ich Herbst- oder Totentrompetenngesehen. Die wollte ich auf dem Rückweg mitnehmen, habe die Stelle dann aber nicht mehr wiedergefunden. Die ebenfalls entdeckten Steinpilze entpuppten sich als Gallenröhrlinge. Dumm gelaufen, also kein Pilzmahlzeit gestern, stattdessen ein paar schnell improvisierte Spießigkeiten vom Grill. Also habe ich heute ein paar Pfifferlinge gefunden. Praktischerweise nicht im Wald und schon in Körbe verpackt. Da ich schonlänger Lust auf Risotto hatte und wir ja eigentlich ohnehin Pilze essen wollten, war der Fall klar ("Kombiniere, kombiniere!"): es gibt Pilzrisotto.

Samstag, 19. August 2017

Spareribs - volles Kalieber


Wer diesen Blog kennt, weiß, dass ich gerne unabhängig bleiben möchte und mich nicht vor einen Werbekarren spannen lasse. Manchmal nenne ich dann aber doch Ross und Reiter, besonders wenn ich von einer Sache hundertprozentig überzeugt bin und ich persönlich finde, dass sie Unterstützung verdient. Das ist auch heute bei Kalieber der Fall. Auch wenn ich nichts dafür bekomme (oder bekommen möchte) und auch, wenn die Truppe meinen unbedeutenden Blog sicherlich nicht als Unterstützung braucht, möchte ich trotzdem mein Lob für den Familienbetrieb, der sein Fleisch online vertreibt, loswerden.

Freitag, 18. August 2017

Zwiebelsuppe - the real deal (Soupe d'Oignon)


Zwiebelsuppe ist einfach, was soll man da verkehrt machen können? Zwiebeln anschwitzen, Mehl drüber, Brühe und vielleicht etwas Wein angießen, mit Salz, Pfeffer und vor allem Zucker abschmecken, Toastscheibe drauf und mit etwas Edamer überbacken. Zack, Bumm, Bongjour - fertig in maximal 30 Minuten. Meint man. Findet ihr den Fehler? Jawohl, bis auf Zwiebeln und Brühe ist hier so ziemlich alles falsch und der Grund, warum diese Suppe auf Speisekarten in Restaurants bei mir sofortige Fluchtreflexe auslöst.

Nur mal so ... (Teil 112)


Wie sang Helge Schneider doch einst? "Ich habe mich vertan!". Jawohl, auch ich habe mich vertan und gebe es freimütig zu. Was ist geschehen? Nun, bisher bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei dem indischen Chilipulver, das ich benutze, dem Deggi Mirch, um das legendäre Kashmiri-Chili handelt. Ich wurde jetzt durch Recherche eines besseren belehrt. Deggi Mirch ist zwar auch ein knallrotes, eher mildes Pulver, kann aber aus jeder Chilisorte hergestellt sein. Das, was ich eigentlich gebraucht hätte und jetzt dank schnellem Versand durch den India Store (kann man ruhig mal Werbung für machen, ich krieg da auch nichts für) bekommen habe, ist Kashmiri Mirch. Dies ist noch milder, im Geschmack aber leicht rauchig, so in etwa wie eine Mischung aus Chili und gutem Paprikapulver. Die Farbe ist dafür noch intensiver. So soll das sein. 

Mittwoch, 16. August 2017

Biryani mit Huhn


Wer diesen Blog einigermaßen kennt, weiß, dass ich immer wieder Phasen habe, in denen ich ein Thema gerade zu manisch verfolge. Im Moment bin ich auf den indischen Subkontinent fixiert. Früher war man ja auf Kochbücher angewiesen, in denen aber oft, weil sie ja auch verkauft werden sollen, Rezepte an den europäischen Geschmack angepasst und Zutaten, die schwer zu beschaffen sind, weglassen wurden, beziehungsweise werden. Natürlich liebe ich es nach wie vor in Kochbüchern zu blättern, wenn es aber um wirklich originale Küche geht, hat das Internet schon sein Vorteile, besonders wenn man der Mami in Kashmir quasi über die Schulter in den Kahari schauen kann. 

Montag, 14. August 2017

Balti Chicken


Ich hatte ja neulich angekündigt, mich mal wieder in loser Abfolge mit den Küchen des indischen Subkontinents befassen zu wollen. Den Anfang machte ein Fischcurry mit Kokosmilch. Besonders die Sous-Chefin war begeistert und hat scheinbar äußersten Gefallen an würzigen Currys gefunden. Heute sind wir ein wenig weiter im Norden unterwegs, genauer gesagt in der Region Baltistan, die manchmal auch Klein-Tibet genannt wird und eine Division Pakistans ist. Dort mag man es vorwiegend scharf. Zwiebeln und Tomaten bilden meist, besonders beim moslemischen Hauptteil der Bevölkerung, die Grundlage der Currys. Zutaten also, die von den hinduistischen "Pandits" eher gemieden werden. Über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der indischen und pakistanischen Küche werde ich aber demnächst an anderer Stelle noch einiges erzählen. In diesem Zuge sollte dann auch die europäisierte Version dieser Küchen, besonders die Tradition der sogenannten BIRs (British-Indian-Restaurants) erwähnt werden.

Sonntag, 13. August 2017

Gratin de cuisine anti-gaspi


Frei nach Hans-Christian Andersen könnte man hier das Märchen "Des Auflaufs neue Kleider" erzählen. Antwortet man nämlich auf die Frage nach dem letzten Mahl mit "Resteessen-Auflauf" wird man zwar vielleicht gelobt, nichts verkommen zu lassen, kulinarische Begeisterungsstürme wird man wohl aber nicht hervorrufen. Gibt man dem Kind aber einen französischen Namen und nennt es gratin de cuisine anti-gaspi (von gaspillage = Verschwendung) wird man dem Einen oder Anderen doch ein ehrfürchtiges "Oh!" oder "Ah!" entlocken. Einige würden hier auch als "Auflauf à la Rumfort" (mit allem, was rumsteht und fort muss) sprechen und auch das klingt wesentlich vornehmer, als es wirklich ist. 

Samstag, 12. August 2017

Scàcce pummaroru e cipudda


Heute begeben wir uns in den südlichsten Teil Italiens und zwar nach Sizilien. Wie überall im Stiefelland hat auch hier Essen eine herausragende Bedeutung. An Vielfalt herrscht kein Mangel und durch die wechselhafte Geschichte der Insel sind auch fremde Einflüsse, wie zum Beispiel aus dem arabischen Raum unverkennbar. Natürlich gibt es auch Pizza. Die wird nämlich nicht nur unter dem Vesuv gemacht, sondern auch hier, im Schatten des Ätnas. Eine sizililianische Spezialität: scàcce oder in der Einzahl scàccia. Hier zeigt sich eine weitere Besonderheit Siziliens, nämlich die Sprache. In "normalem Italienisch" hieße unser heutiges Essen focaccia pomodoro e cipolla, in Sizilien aber scàcce pummaroru e cipudda. Auf deutsch wären das "Brotfladen mit Tomate und Zwiebel".

Freitag, 11. August 2017

Herzhafter Pfifferling-Hackfleischkuchen


Es geht mit großen Schritten auf den Herbst zu, so scheint es. Die Pilze sprießen schon im Wald und bald schon schon werden sich auch die ersten Flaschen Federweißer finden. natürlich nicht im Wald, sondern beim sympathischen Getränkeverkäufers des Vertrauens. Gut, Federweißen mag ich gar nicht, aber das oft dazu gereichte Mahl, nämlich Zwiebelkuchen, mag ich sehr. Ähnlichkeiten zu Flammkuchen und Quiche Lorainne  sind gegeben,m allerdings ist der Boden hier eher ein der Pizza nicht unähnlicher Hefeteig. Genauere Angaben zu "meinem" klassischen Rezept finden sich hier. Da immer das Gleiche schnell langweilig wird, variiere ich auch hier und habe diesmal, der Jahreszeit geschuldet, Pfifferlinge hinzugefügt - und Rinderhackfleisch. Das hatte ich und es musste verbraucht werden.

Mittwoch, 9. August 2017

Süßkartoffelpommes


Wenn es eine als "hip" geltende Zutat auf die Speisenkarten gut-bürgerlicher Restaurants geschafft hat, ist das meist ein untrügliches Zeichen dafür, dass sie den Zenit ihres Hypes längst überschritten hat. So auch bei der Süßkartoffel. Herkömmliche Kartoffeln gelten oft als ungesund (Stichwort: low fart carb), Süßkartoffeln aber irgendwie nicht. Man möchte meinen, die normale Knolle sei so cool wie Ernst Paschulke am Strand von Pattaya mit grauen Socken in den braunen Sandalen. Die Süßkartoffel hingegen erscheint als der barfüßige Nadelstreifenanzugträger, ohne Krawatte und Hemd aus der Hose, mit Tunneln um Ohr, Dutt und geflochtenem Vollbart. Möchte man meinen. Ist natürlich Quatsch. 

Dienstag, 8. August 2017

Fischcurry mit Kokosmilch Kerala Style


Der indische Subkontinent ist riesengroß, da wundert es nicht, dass auch eine große kulinarische Vielfalt herrscht und dass es DIE indische Küche eigentlich gar nicht gibt. Auch wenn alles oberflächig irgendwie nach Currys aussieht, sind in Bezug auf Zutaten, Würzung und besonders Schärfe doch erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen erkennbar und auch innerhalb einer lokalen Gemeinschaft gibt es sicher keine zwei Currys, die genau gleich schmecken. Heute begeben wir uns in den tropischen Südwesten, genauer gesagt in den Bundesstaat Kerala. Auf Grund der klimatischen Bedingungen ist die Kokosnuss ein wichtiger Bestandteil der dortigen Küche, sei es in Form von Kokosöl zum Braten oder der Milch zum Schmoren. Fisch wird auch gerne gegessen. Im Inland natürlich eher Süßwasserfisch, aber da bin ich nicht so der Freund von, also nehme ich unsere flossigen Freunde aus salzigeren Gefilden.

Sonntag, 6. August 2017

Griechische Grillspieße


Wer liebt sie nicht - Spieße vom Grill, gewürzt nach griechischer Art? Hierzulande werden sie als Souvláki in Restaurants meist aus Filet vom Schwein zubereitet. Kann man machen, muss man aber nicht. Mit durchwachsenem Fleisch, wie zum Beispiel Nacken, wird das Ganze nämlich viel leckerer und vor allem saftiger. Macht man in Griechenland übrigens auch so, dort auch oft mit Lamm oder Hammel. Da darf man vor Fett keine Angst haben, denn da steckt massig Geschmack drin. Beim Grillen schmilzt das Meiste ohnehin weg und sorgt für Saftigkeit.

Caccavelle alla Sorrentina


Sorrentino, zu Deutsch Sorrent, ist eine Stadt in der italienischen Provinz Kampanien, südlich von Neapel. Dort isst man natürlich, wen wundert es, gerne Pasta, inbesondere eine spezielle Pastasorte, nämlich caccavelle. Das sind riesengroße Riesenmuscheln, die nur in Handarbeit hergetsellt werden können. Ich wollte Caccavelle alla Sorrentina schon länger machen, leider ist die Pasta hier nicht so ohne Weiteres erhältlich und Versandkosten von über 20 Euro für 500 Gramm Teigware bei einschlägigen Onlinehändlern hat mich bisher eher abgeschreckt. Nun bin ich bei Hagen Grote fündig geworden und in diesem Falle mache ich gerne mal etwas Werbung, auch wenn ich nichts dafür bekomme. Die verschenken die Nudeln zwar auch nicht, aber man muss nicht gleich Haus, Hof und Erstgeborenen verpfänden.

Freitag, 4. August 2017

Nur mal so ... (Teil 111)


Ich wollt ja mit dem Kochen nie reich und berühmt werden und mich auch nicht dafür ausziehen, aber nun bin ich - oder besser gesagt eines meiner Gerichte, obwohl es auch nicht ursprünglich von mir ist - in der neuen Ausgabe des Chefkoch-Magazins veröffentlicht worden. Das Rezept für "Glasiertes Huhn mit Cashewkernen" stammt ursprünglich aus Yan Kit-Sos Standardwerk Chinesische Küche und wurde von mir so ziemlich zeitgleich auf chefkoch.de und meinem Blog gepostet.

Donnerstag, 3. August 2017

Fettuccine alla Boscaiola


Nein, ich habe auch nicht vor, den heimischen Baumbestand zu reduzieren, auch wenn mein nächtliches Schnarchen, so die Gattin, dies nahe legen mag. Bei allen Schandtaten, die ich in meinem Leben zu verantworten habe, Baumfrevel gehört definitiv nicht dazu. Trotzdem liebe ich Pasta alla boscaiola oder zu Deutsch: nach Art der Holzfäller. Diese laufen ja den ganzen Tag im Wald herum und ernähren sich dann auch naturgemäß von dem, was sie da finden, zum Beispiel Beeren, Bären und - was weiß ich denn - frisch gelegten Fuchseier oder so. Vor allem aber Pilze. Steinpilze (porcini) sind sehr begehrt, aber natürlich auch finferli, also Pfifferlinge. Diese habe ich heute verwendet und sogar selbst ... gekauft. Ich werde die Tage aber mal die "geheimen" Ecken in den heimischen Wäldern absuchen und schauen, ob ich nicht auch fündig werde.

Mittwoch, 2. August 2017

Flammkuchen zweierlei


Letzter Ferientag für die Sous-Chefin hier in Niedersachsen (wir sind ab morgen schon in der 7. Klasse) und man wünschte sich Flammkuchen. Prima Sache und im Vergleich zu Pizza schnell gemacht. Beim Belag kann man sich aber auch hier kreativ austoben. Zum einen habe ich eigenhändig Pfifferlinge gesammelt - beim Gemüsehändler meines Vertrauens. Die ergänzen die klassische Speck-Zwiebelvariante hervorragend. 

Dienstag, 1. August 2017

The Best of July 2017


Auch der July 2017 ist nun Geschichte. Zurück aus dem Urlaub kann ich nun den August in Angriff nehmen, möchte aber, wie es mittlerweile zur Tradition geworden ist, den vergangenen Monat einmal Revue passieren lassen. Gepostet habe ich verhältnismäßig wenig, wenn man man bedenkt, dass ich zu gewissen Zeiten hier durchschnittlich mehr als einen Post pro Tag veröffentlicht habe. Trotzdem habe ich einen neuen absoluten Spitzenreiter, die reinen Klickzahlen betreffend. Das Salatdressing konnte sich deutlich im vierstelligen Bereich behaupten, für mich ein großer Erfolg, obwohl mir das am Ende des Tages auch egal ist. Ich habe es schon mal gesagt, ich schreibe diesen Blog aus Spaß an der Freude und erwarte nicht davon reich und berühmt zu werden.

Sonntag, 30. Juli 2017

Urlaub 2017 - der wahre Reisebericht



Ich bin wieder zu Hause und kann nun endlich die wahren Hintergründe meiner 14-tägigen Reise offenbaren. Ich habe die geneigte Leserschaft bisher im Glauben gelassen, ich wäre auf der Ostseeinsel Fehmarn Zelten gewesen. Das war aber nur Tarnung, denn in Wirklichkeit bin ich auf einer sehr gefährlichen, wissenschaftlich aber hoch brisanten und archäologisch bedeutsamen Mission in der Südsee, genauer gesagt auf dem sagenumwobenen Eiland Fhe-Marni unterwegs gewesen.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Das Leben als Nomade X: Restaurant Don Camillo e Peppone in Burg auf Fehmarn


Der Urlaub neigt sich in großen Schritten dem Ende entgegen und heute war so richtig unnötiger Stress. Beim Strandspaziergang an der Westküste zwischen Püttsee und Wallnau ist mir unbemerkt die Brille aus der Tasche gerutscht. Ich habe zwar noch eine Sonnenbrille mit Sehstärke, aber das Wahre ist das nicht. Also war Brille suchen angesagt. Praktischerweise hat diese aber die gleiche dunkelbraune Farbe wie der allgegenwärtige Seetang und es ist nur den Adleraugen der Gattin zu verdanken, das ich jetzt nicht blind wie ein Maulwurf in die Tasten haue und nur sjkntreitreviuiouu schreibe. Das ganze Manöver hat aber gut eine Stunde gedauert und anschließend hatte ich keine Lust mehr zum Kochen. Also sind wir noch mal Essen gegangen und haben diesmal tatsächlich einen Tisch im Don Camillo e Peppone bekommen, wo ich eigentlich schon am Dienstag hin wollte. Ich kann nur sagen, eine sehr gute Entscheidung.