Samstag, 31. Dezember 2016

Guten Rutsch!


Ich wünsche allen ein friedliches Silvesterfest, einen guten Rutsch und einen super Start ins neue Jahr. Ich werde den Jahreswechsel unter anderem FrittatensuppenVitello tonnatoeiner fantastischen Porchetta, begehen. Dazu ein Gläschen Rotwein und das Leben ist gut. 

Freitag, 30. Dezember 2016

Neuste Meldung: Revolution in der Küche, Chefkoch entmachtet!


Ich bin entmachtet, degradiert, meiner imaginären Sterne beraubt. Normalerweise kein Grund zum Jubeln, aber in diesem Fall erfüllt es mein Vaterherz mit Stolz. Die Sous-Chefin (11 Jahre alt) hat heute das Heft in die Hand genommen und mich in die zweite Reihe verbannt. Einkauf, Planung und Durchführung des heutigen Abendessen gehen auf ihre Kappe, ich habe nur Anweisungen befolgt, Hilfsaufgaben erfüllt und hier und da Tipps gegeben. Das Resultat war ein leckerer Gemüseauflauf mit etwas Huhn. Offenbar weiß Madame, was sie da tut.

Confit de canard - Entenconfit


Gibt es ein Gesetz, dass es mir verbietet, Lebensmittel zu heiraten oder wenigstens zu adoptieren? Ja, ich weiß, ich bin wahnsinnig. Normale Menschen stehen nicht nachts um drei Uhr vor einem Topf mit geschmorten Entenkeulen und haben vor Freude Pipi in den Augen. Ich schon. Bei solchen Sachen kann mir das Herz über gehen und ich bekomme den gleichen Blick in die Augen, wie andere Menschen, wenn sie Katzenbabies oder Hundewelpen sehen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Zum 3. Bloggeburtstag: Beef Wellington


Vor genau drei Jahren habe ich aus einer Laune heraus einfach angefangen zu bloggen. 1385 Beiträge später habe ich daran immer noch Freude und bin längst noch nicht satt, geschweige übersättigt. Es gibt noch so viel zu entdecken, zu kochen, zu essen und darüber zu schreiben. Das mache ich in erster Linie für mich selbst, da bin ich ganz ehrlich. Aber wenn der/die eine oder andere der fast 350.000 Besucher/innen hier etwas mitnimmt, bin ich auch nicht böse drum. Essen mitnehmen wird allerdings auch 2017 nicht gehen, da ich nicht vorhabe einen Lieferservice zu eröffnen. So kommen leider erst einmal nur Freunde und Familie in die Verlegenheit, bei mir Anspruch und Wirklichkeit abzugleichen. Heute war die Gelegenheit, mein Beef Wellington zu probieren. Das habe ich dem Blog nämlich zum dritten Geburtstag spendiert

Blätterteig


Für mein heutiges Rezept brauche ich Blätterteig. Den kann man natürlich fertig kaufen. Das habe ich bisher auch immer so gemacht. Heute, am dritten Geburtstag des Blogs, wollte ich aber etwas Besonderes. Blätterteig, oder Pâte Feuilletée, wie der Franzose sagt, besteht aus Mehl, Salz, Wasser und Fett. Letzteres ist bei hochwertigen Teigen Butter. Schauen wir doch mal auf die Zutatenliste von fertigem Teig aus dem Frischeregal des Supermarkts: 

Trüffel Ravioli


Der Blog feiert heute seinen dritten Geburtstag und ich habe schon gestern richtig reingehauen. Wegen einer Geburtstagsparty im Freundeskreis hatte ich keine Zeit zum Schreiben, dass wird jetzt aber nachgeholt.

Zunächst habe ich das Trüffelschwein in den Garten geschickt und siehe da, es ist fündig geworden. Noch schnell am ganzjährig tragenden Pastabaum geschüttelt und ich hatte fast alle Zutaten zur Hand. Handgemachte Pasta mit Trüffeln. Geht es noch besser? Kaum, denn auch wen ich kostengünstige Sommertrüfel verwendet habe, braucht man hier nur als Sauce nur etwas Butter. Einradfahrende Bären oder Kapuzineräffchen, die Harmonika spielen sind nicht von Nöten.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Hummer Linguine


Momentan bin ich mal wieder auf einem Gordon Ramsay Trip und schaue mir mit Freude die dritte Staffel von Hell's Kitchen aus dem Jahre 2007 an. Wie viele andere Ramsay Formate, gab es auch diese Sendung als Kopie im deutschen Fernsehen. In diesem Fall mal wieder mit Oberschnarchnase Frank Rosin, der auch als Christian Rach-Imitat (der seinerseits Ramsay nachmachte) beim Restaurantretten bei mir nur Gähnattacken hervorrufen konnte. Rosin ist nicht Ramsay, ebenso wenig, wie der Fernsehgarten Las Vegas ist oder Helene Fischer einer Streisand das Wasser reichen kann. Aber wie bin ich jetzt wieder darauf gekommen? Ich wollte doch von meiner Pasta erzählen.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Weihnachten 2016 - bits & pieces


Ich habe für gestern tatsächlich besser kalkuliert, als in den Vorjahren und es sind, wie immer, alle satt geworden, es ist aber diesmal auch kaum etwas übrig geblieben. Für ein Breakfast for Champions hat es aber dennoch gereicht. Was ist die logische Folge, wenn man ein bisschen selbtsgemachtes Baguette und ein paar Bratenreste übrig hat? Na klar, ein bombastisches Sandwich.

Samstag, 24. Dezember 2016

Heiligabend-Büffet 2016


Die Schlacht am kalt-warmen Büffet ist auch dieses Jahr geschlagen, die Meute vergnügt sich mit einer Runde Geister, Geister, Schatzsuchmeister! und ich habe kurz Zeit, diese Zeilen zu schreiben. Für die Sous-Chefin hat sich Weihnachten offensichtlich gelohnt. Darum gebeten, für etwas Ordnung zu sorgen, so dass man zumindest weitgehend unfallfrei den Raum passieren kann, entspann sich folgender Dialog:
"Du wolltest doch ein klein bisschen für Ordnung sorgen." "Hab ich doch. Es ist ordentlich.""Aber nicht für mich.""Für mich schon. Ordnung liegt schließlich im Auge des Betrachters."

Was will man da sagen?

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Geschmortes Huhn auf Berberitzen-Safranreis


Heute war der letzte Schultag in Nordrhein-Westfalen, ab morgen sind dann Weihnachtsferien. Wenn die Festtage vorüber sind, habe ich bestimmt wieder Zeit und Muße, zeitaufwendiger zu kochen. Obwohl ich nicht behaupten will, dass wir heute schlecht gegessen haben. Im Gegenteil. Es gab ein persisch-arabisch inspiriertes Schmorhuhn auf Safranreis, eine Sache, die zwar etwas Vorbereitungszeit in Anspruch nimmt, sich aber so gut wie von selbst kocht, wenn sie erst einmal im Topf ist.

Angelehnt ist das Gericht an den persischen Klassiker shirin pollo, was soviel wie "Reis mit Huhn" bedeutet, wobei pollo nichts mit dem italienischen oder spanischen Namen für die Flattermänner zu tun hat, sondern mit "pilav" verwandt ist und somit auf den Reis hindeutet. Das Original ist aber noch ausgefeilter und man verwendet mnachmal zum Beispiel Rosenwasser. Der Reis wird eigentlich auch nicht gekocht, sondern eher, wie beim chelo, gedämpft. Das habe ich mir hier einfacher gemacht, sehr zum Missfallen der Gattin, die ihren luftig-lockeren Lieblingsreis erwartet hatte.  

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Har Gao - gedämpfte Garnelenklöße


Das war mal wieder eins der Rezepte, auf das ich mich seit Tagen, ach was, seit Wochen gefreut habe. Har Gao sind gedämpfte Garnelenklößchen und vermutlich die beliebteste dim sum Variante in China. Perfekt gemacht sehen sie wunderschön, so wie eine Muschel aus. Und meine hätten perfekt sein können, wenn, ja wenn nicht ...

Zum einen war der automatische Weißabgleich der Kamera verstellt, ohne dass ich es vorher gemerkt hätte - und ich habe mich schon gestern gefragt, ob die Kamera kaputt ist, bin aber nicht darauf gekommen, diese Einstellung zu überprüfen. Außerdem hätte ich ein paar mehr Rezepte (und deren Kommentare) lesen müssen, um das beste aus alklen herauszudestillieren. So habe ich dem Rezept von Woks of Life blind vertraut, dass ich vor einiger gezeigt gefunden und kopiert hatte. Dummerweise hat sich da wohl der Fehlerteufel eingeschlichen (Inzwischen geändert) und die Wassermenge war falsch angeben - statt 1 1/4 cups (knapp 300 Milliliter) nur 1/4 cup, also nur knapp 60 Milliliter. Die erste Ladung Teig war dann schon mal für die Tonne. Ich habe dann, einem anderen Rezept folgend 1 cup (236 Milliliter) genommen. Der Teig war so brauchbar, aber leider schienbar immer noch zu trocken. Er ließ sich so schlecht ausrollen und exakt falten. Beim nächsten Mal bin ich schlauer. Geschmeckt hat es trotzdem sehr lecker.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Song Hong in Herford


Gestern stand ein weiterer Auftritt der Schulband mit mir am Mikrofon an, dieses Mal anlässlich unserer Weihnachtsgala. Neben uns gab es da noch viele andere sehens- und natürlich auch hörenswerte Musik-, Tanz und Theaterbeiträge aus Unterricht oder Projekten. Ein recht kreativer und rundum gelungener Abend, auf den alle Beteiligten zu Recht stolz sein dürfen. 

Da ich den Tag über in Herford geblieben bin und abends auch erst gegen zehn Uhr zu Hause war, musste tagsüber etwas zu Essen her. Da mir den ganzen Tag schon recht kalt war und ich nach einer warmen Suppe gierte, bin ich diesmal in einem chinesischen Imbiss/Restaurant in Schulnähe gelandet, dem Song Hong in der Salzuflerstraße.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Hähnchen-Gemüseauflauf


Heute gibt es kein typisches Sonntagsessen, aber manchmal entscheidet der Zufall. Eigentlich wollte die Sous-Chefin heute für uns kochen und es sollte einen Gemüseauflauf geben. Aus verschiedenen Gründen ging das dann aber doch nicht und so stand ich abends mit einem Haufen Gemüse und ohne Plan in der Küche. Also habe ich einfach drauf losgekocht, deshalb auch kein Zutatenfoto.

Samstag, 17. Dezember 2016

Crêpe Suzette


Es gehört ja mittlerweile zum Allgemeinwissen eines jeden Bildungsbürgers, dass Herr Westerhausen kein Nachtischesser ist. Wenn es hier also dennoch Süßes geben soll, muss einen guten Grund dafür geben. Ein Klassiker der französischen haute cuisine zu sein, zählt dazu. Man könnte einfach von Pfannkuchen mit Orangensauce sprechen, aber das wäre Ketzerei. Richtige Crêpes haben mit den grobschlächtigen Pfannkuchen hierzulande soviel gemeinsam, wie Lippizaner mit Ackergäulen oder Ballettänzer mit Bierzeltschunklern. Gleichmäßig hauchdünn müssen sie sein und das ist in einer Pfanne oft schwer zu erreichen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Cosmopolitan


Hoch die Hände, Wochenende! Heute mal ganz kurz und knapp ein feucht-fröhliches Statement zum Weltbürgertum ohne Grenzen: der Cosmopolitan. Erstmals erwähnt in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts (das klingt immer irgendwie komisch), gelangte er jedoch erst zur Yuppie-Zeit in den Neunzigern zu Weltruhm. Hier die Basisversion, die durch dezente Süße, feine Säure und eine leicht bittere Note besticht.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Restaurant Yol in Herford


Heute war ein Sinatra Tag. Hat mich etwa einer zum Mond geflogen? Habe ich einen weiblichen Tramp getroffen? War ich in New York? Nein. Ich hatte nur keine Zeit. Hä? Spricht der alte Mann im Fieber oder baut er gerade wieder das Fundament für einen gnadenlosen Kalauer? Vermutlich Letzteres, aber scheuen wir mal. (Eigentlich sollte es "schauen" heißen, aber ich bin zu faul, nach dem TippEx zu suchen.)

Dienstag, 13. Dezember 2016

Graupenrisotto


Wenn mein Vater, direkt nach dem Krieg ins zerbombte Hamburg geboren, von der Schule nach Hause kam und sah, dass seine Mutter "große Wäsche" machte, wusste er, es war Zeit, ohne Umwege sofort bei Onkel und Tante um Asyl zu bitten. Waschmaschine hatte man damals noch nicht und die Reinigung von Tuch und Kleidung war mit mühseliger Handarbeit verbunden. Zum Kochen blieb da so gut wie keine Zeit, also gab es etwas, dass man ganz unkompliziert den Tag über seinem Schicksal auf dem Herd alleine überlassen konnte. Graupensuppe zum Beispiel. Durch die Erzählungen meines Vaters waren Graupen für mich immer das personifizierte Böse und ich habe mein Leben lang das geschliffene Gerstenkorn nicht mit der Kneifzange angefasst. 

Die Graupe ist mittlerweile gesellschaftsfähig geworden und auch in der feinen Küche angekommen, aber ich musste über 46 Jahre alt werden, um einmal mehr zu erkennen, dass man sich immer ein eigenes Bild machen muss. Heute hat die Graupe Einzug in mein Leben gefunden und ich bin überaus dankbar, dass dies, wenn auch spät, überhaupt geschehen ist. Mein Vater, der sonst eigentlich alles ist, mag sie heute noch nicht,aber vielleicht kann ich ihn ja irgendwann einmal überzeugen ...

Hackbällchen Bella Italia


Ich erlaube mir hier einmal einen "Clemens Wilmerod" und schwadroniere hier mal von "Hackbällchen Bella Italia". Hätte ich "Florenzianische Fleischpraline", Calabrische Knabberkugel" oder "Piemonteser Prachtboulette" nennen können, ich wollte aber auch nicht zu dick auftragen. Die Würzung ist jedenfalls italienisch inspiriert und polpette, wie Hackfleischbällchen im Stiefelland heißen, sind dort ebenso beliebt, wie Frikadellen hierzulande.

Montag, 12. Dezember 2016

Safran-Kebabs mit Couscous und Linsensalat auf frischem Spinat


Manchmal überkommt mich ein Kreativitätsschub und es entstehen ganz spontan Ideen, die ich dann natürlich sofort umsetzen möchte. Irgendwie war mir nach etwas Orientalischem, aber es sollte leicht sein. Ein Salat sollte es werden, aber kein 0815 Ding. Gestern habe ich noch ein paar Videos von Yotam Ottolenghi angesehen und das hat mich inspiriert. Seinen Blumenkohlsalat mit Haselnüssen liebe ich. Ich habe dann überlegt, zu welchem Gemüse ein ähnliches Dressing passen würde und kam dann auf Linsen, die süß-sauer wirklich lecker sind. Gerade zu den nussigen Belugalinsen konnte ich mir das Aroma von Zimt, Honig und Zitrusfrüchten gut vorstellen. Frischer Babyspinat war auch noch da und denn kann man ja sehr gut roh als Salat essen. Couscous ist bei Gerichten aus dem nahen Osten ja auch immer passend und da ich nicht ganz ohne Fleisch kann (oder besser: möchte) habe ich noch schnell ein paar Safran-Joghurt Spieße dazugemacht. Eh ich mich versah ist dann daraus etwas total in sich stimmiges und wahnsinnig leckeres geworden. Ich möchte mich nicht selber loben, aber als Vorspeise - dann jedoch kleinere Portionen - würde ich das in jedem Restaurant bestellen. Aber auch so, als Hauptgericht macht es gut satt und schmeckt wunderbar.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Zitronenhuhn nach Marcella Hazan


Manche Dinge sind so einfach, dass man sich fragt, warum andere sie so wahnsinnig kompliziert machen. Die Zubereitung dieses Huhns hier zum Beispiel ist dermaßen simpel, dass man es eigentlich gar nicht aufzuschreiben braucht. Es stammt aus dem legendären, und mittlerweile recht teuren Kochbuch Die klassische italienische Küche der italo-amerikanischen Kochikone Marcella Hazan. Besagte Dame war dafür bekannt, Rezepte bis auf das Nötigste zu reduzieren und die Basiszutaten so hervorzuheben. Ein Brathuhn soll in erster Linie nach Huhn schmecken, also gilt es diesen Geschmack so unverfälscht wie möglich auf den Teller zu bekommen. Da erscheint es einleuchtend, dass das Ausgangsprodukt von höchster Qualität sein muss. Mit einem Tiefkühlflattermann für 2,99 Euro wird man sicher auch etwas Essbares auf den Tisch bekommen, die wahre Freude wird das aber nicht sein. Wenn man auch sonst schon gegen Dumpingpreise beim Fleischkauf ist, sollte man hier besonderen Wert auf Qualität legen und lieber den einen oder anderen Euro mehr investieren. Der Geschmack wird es uns lohnen und fürs Gewissen ist es auch gut.

Geschmorte Hähnchenbrust auf Gemüse


Das hier ist mal wieder so eine Sache, die spontan entstanden ist. Ich hatte noch Hühnerbrust und Gemüse, das weg musste, also habe ich alles zusammen in die Auflaufform geschmissen und noch das ziemlich letzt Aufgebot aus dem heimischen Kräuterbeet dazugepackt. Nichts wirklich Aufregendes und die Welt hätte sich auch ohne dieses Gericht weiter gedreht, aber dafür ist es recht leicht und fast fettfrei. Darf auch mal sein. 

Samstag, 10. Dezember 2016

Patatas bravas de Barcelona


Nach der Paella gestern bleibt es Spanisch, genauer gesagt wird es katalanisch, denn wir begeben uns, zumindest kulinarisch, von Valencia aus etwa 350 Kilometer entlang der Ostküste des Landes in nördlicher Richtung nach Barcelona. Dort erwartet uns ein leckeres Tapasgericht: patatas bravas. Die sind in ganz Spanien beliebt, auch wenn es zahlreiche Varianten und regionale Eigenheiten gibt. Wir hatten hier schon mal ein Rezept, dass in etwa der Gegend um Madrid zuzuordnen ist. Dabei handelte es sich um eine pikante Mehlschwitze mit ordentlich Paprikapulver, aber ohne Tomaten. Die katalanische Variante, die wir heute vorstellen,ist zwar auch pikant, aber deutlich fruchtiger. Außerdem kommt hier traditionell noch Aioli ins Spiel, was dem Ganzen einen ganz eigenen Stil gibt.

Freitag, 9. Dezember 2016

Paella a la Valencia


Der Tag heute ist spanischer Prägung. Erst Aioli, auf die wir morgen noch mal zurückkommen werden, und jetzt eins meiner absoluten Lieblingsgerichte mit Reis: Paella. Mag ich fast lieber als Risotto, obwohl das auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinauslaufen würde. 

Die bekannteste Paella ist wohl die Variante "Valenciana" oder auch "de Valencia". An diesem Klassiker orientiere ich mich meist, obwohl ich Kaninchen mit Schwein und Schnecken mit Riesengarnelen ersetze und auch auf den Einsatz von Schermäusen verzichte. Deshalb nenne ich das hier auch nur "nach valencianischer Art", also auf Spanisch a la Valencia. Lecker ist es trotzdem und wer es hundertzwanzig Prozent original haben möchte, weiß ja nun, was hinein muss.

Aioli


Wer kennt sie nicht, die spanische Knoblauchcreme namens Aioli? Ob sie aber wirklich aus Spanien oder vielleicht doch aus Frankreich strammt, weiß man nicht. Auch gibt es regionale unterschiedliche Rezepte. Was gewiss ist, dass man Knoblauch und Öl braucht. Daher auch der Name, der sich von all i oli ableitet, was auf katalanisch oder okzitanisch eben "Knoblauch und Öl" bedeutet. 

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Pasta mit Hackfleisch und Erbsen


Heute gibt es mal wieder eine schnelle Pasta, mit einer Sauce, die nicht nur im Handumdrehen fertig, sondern auch richtig lecker. Das ist natürlich wieder mal keine Diätküche, sondern ein Wohlfühl-Essen, dass besonders an kalten Tagen die Seele streichelt. Auf Englisch würde man von soulfood sprechen.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Blätterteigtaschen chinesisch und mit Spinat-Schafskäse (und ... ein Snack)


Man hat es vielleicht bemerkt, momentan überlege ich mir Sachen für Büffet, vermutlich für Silvester. Blätterteig mit pikanter Füllung kommt immer gut an und wenn man auch eine vegetarische Variante bietet, ist man auf der sicheren Seite. Die chinesische Variante ist natürlich nicht authentisch, würde isch aber trotzdem auch gut in Baozi machen. Die anderen Taschen sind klassisch mit Spinat-Schafskäse gefüllt. Man kann aber auch nach Belieben variieren und alles mögliche in Blätterteig packen, es muss nur verzehrbar sein.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Eingelegte Pilze


Mit den Festtagen steht auch das einen oder andere Büffet ins Haus. Da machen sich kleine Antipasti-Geschichten eigentlich immer ganz gut. Hier eine schnelle Probe. Und wenn ich schnell sage, meine ich auch schnell. Da passt es gut, dass ich wegen zwei Sätzen Englischarbeiten auf meinem Schreibtisch ohnehin keine große Zeit zum Kochen habe.

Montag, 5. Dezember 2016

Nur mal so .... (Teil 96)


Muss auch mal sein, wenn schnell gehen muss: Bisschen Salat, gebratenes Hühnerfleisch, Schafskäse, ein paar Oliven und Schafskäse, dazu Brot. Kein Chichi, einfach und lecker.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Dong Po Rou - geschmorter Schweinebauch


Gerichte mit Geschichte - wie viel davon darfs denn bitte sein? Reichen tausend Jahre? Dong Po Rou ist vermutlich neben Wasserkochen das älteste Rezept, das ich bisher für den Blog gekocht habe. Es wird der hangzhou Küche zugerechnet und geht der Überlieferung nach auf den chinesischen Schriftsteller, Gastronom, Staatsmann und überhaupt Allroundtalent Su Shi, auch Su Tungpo genannt, zurück, der zwischen 1037 und 1101 lebte und also zur Zeit der Song-Dynastie zu einiger Berühmtheit gelangte. Zum Vergleich, etwa zu dieser Zeit besiegte William the Conquerer bei der Schlacht von Hastings die Angelsachen und eroberte Britannien.

Samstag, 3. Dezember 2016

Weihnachtliche Pizza mit Ente


Heute war mal wieder Pizza angesagt und ich bekam so erneut die Gelegenheit, am Projekt "Einreiseverbot nach Neapel" zu arbeiten. Geplant war das von langer Hand. Man darf es zwar bei gebildeten Menschen als Teil des Allgemeinwissens voraussetzen, aber ich will es trotzdem gerne noch einmal in Erinnerung rufen. Ich hatte ja neulich den Rest des geschmorten Entenfleischs eingefroren. Schon da hatte ich den Entschluss gefasst, einen Teil davon für eine Pizza zu verwenden. Zunächst dachte ich an etwas chinesisch inspiriertes, aber das hatten wir schon mal. Kann ich übrigens nur empfehlen, also dringend mal nachbacken. Dann dachte ich mir, Weihnachten steht vor der Tür und da passt Ente ja auch, warum das Federvieh also nicht in diese Richtung gehen watscheln lassen?

Freitag, 2. Dezember 2016

Zha Jiang Mian (zhajiàngmiàn) - Gebratene Sauce-Nudeln


Wir könnten sagen, dass es heute Nudeln mit Hackfleischsauce gab. Damit wären wir dann mit dem Thema durch und hätten Feierabend. Wir könnten aber auch, wie so viele andere, dieses Gericht "chinesische Bolognese" nennen. Damit würden wir aber weder dem italienischen Klassiker, noch dieser Köstlichkeit aus dem Reich der Mitte gerecht werden. Ja, es gibt Ähnlichkeiten und doch sind beide Gerichte Welten voneinander entfernt. Geschmacklich spielen sie aber locker in der selben Liga. Zha Jiang Mian, was soviel wie "gebratene Sauce-Nudeln" heißt, ist eines der berühmtesten Gerichte aus der Region um die Hauptstadt Beijing, aber auch in anderen Teilen Chinas und sogar in Japan und Korea äußerst beliebt.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Spinat-Ricotta Crespelle


Heute habe ich mich mal selbst nachgekocht. Es gab Crespelle mit Spinat-Ricotta-Füllung. Das ist  eine leckere und vor allem sehr gut sättigende, vegetarische Pfannkuchenvariante aus Italien. Der Name legt die Verwandschaft zur französischen Crêpe ja schon nahe. In Italien sind herzhafte Füllungen üblich, süße werden aber auch nicht verschmäht. Oft werden Crespelle wie Cannelloni in Tomatensauce mit Käse überbacken serviert. Warum poste ich das aber noch mal, wenn ich es schon im Blog habe? Nun, zum einen liest die alten Beiträge kaum einer, zum anderen waren die Fotos schlecht(er als diese hier) und zum dritten habe ich diesmal Béchamelsauce verwendet, die ich das letzte Mal weggelassen habe.

Dienstag, 29. November 2016

Nur mal so .... (Teil 95)


Nee, das habe ich diesmal nicht selbst gekocht. Ich habe in einem Hotel in Bad Salzuflen gegessen. Dort haben wir dort nämlich zur Abschlussveranstaltung für unsere Besucher aus der Ukraine unter anderem mit der Lehrerband gespielt. Zu Essen gab es - ich konnte mein Glück kaum fassen - Grünkohl. Den habe ich das letzte Mal vor etwa vierzig Jahren probiert und fand ihn schrecklich. Seither habe ich das Zeugs gemieden. Ja, ich habe immer mal wieder gesagt, ich würde das gerne zu Hause ausprobieren, aber a) ist das sowieso keiner hier und b) habe ich eigentlich noch 7,5 Milliarden andere Sachen auf der to-do Liste, die mir wichtiger erscheinen. Nun gut, heute führte kein Weg an dem grünen Gewächs vorbei. Was soll ich sagen? Mir fehlen die Vergleichswerte, aber ich denke schon, dass das irgendwie Potential hat, wie auch immer. Ob so, wie auf dem Bild, weiß ich nicht, aber ich werde mich vielleicht doch mal dran wagen. Irgendwann. Irgendwie.

Montag, 28. November 2016

Zweifach gegarter Schweinebauch - Hui Guo Rou


Huí Guō Ròu oder zweifach gegartes Schweinefleisch - vielleicht der Klassiker aus Szechuan. Hatten wir schon mal, aber was zweifach gegart wird, kann auch doppelt gepostet werden, zumal diese Variante hier noch authentischer ist und sich an Fuchsia Dunlops Version aus ihrem empfehlenswerten Buch Sichuan Cookery (auch erhältlich unter dem Namen Land of Plenty - A Treasury of Authentic Sichuan Cooking) orientiert.

Probleme bereitet mir hier nur die in China sehr beliebte Würzsauce tián miàn jiàng. Traditionell wird Pekingente mit dieser, aus fermentiertem Weizen oder Sojabohnen hergestellten süßlich-pikanten Sauce serviert und nicht, wie bei uns, mit der ähnlichen Hoisinsauce. Leider kann ich tián miàn jiàng zumindest in den mir bekannten fernöstlichen Geschäften nicht finden und auch online sind Quellen schwer aufzutun. Es gibt zwar von den einschlägigen Herstellern eine Peking Duck Sauce, die Zugabe von Tomatenkonzentrat scheint mir aber nicht wirklich authentisch zu sein. Ich bin jetzt aber auf ein Rezept für diese Sauce gestoßen, das auf roter Misopaste basiert. Ich werde bei Gelegenheit mal testen, wohin das führt. Solange muss ich eben doch mit Hoisin- oder Peking Duck Sauce vorlieb nehmen.

Sonntag, 27. November 2016

Nur mal so ... (Teil 94)


Wir hatten gestern Tag der offenen Tür, also musste ich vormittags arbeiten. Das hat irgendwie mein ganzes Zeitgefühl aus der Bahn geworfen, dummerweise in die falsche Richtung. Ich denke immer, es ist erst Samstag, aber nein, wir haben ja schon Sonntag, noch dazu den ersten Advent. Da gibt es eigentlich immer Rinderrouladen bei meinen Eltern. Das ist mittlerweile Tradition. Dieses Jahr ist alles anders, denn mein Vater ist zur Kur. Also gab es das Adventsessen bei uns. Der Rest wird dann morgen vermutlich wieder zur Nudelsauce

Freitag, 25. November 2016

Geschwenkte Zucchini mit Mandeln und Käse


Bei aller, oft auch berechtigten Kritik an der globalen Vernetzung, muss man jedoch unendlich dankbar sein, dass man nicht mehr in Zeiten lebt, wo nicht über das nächste Dorf hinaus gedacht werden konnte und man gezwungen war, tagein tagaus Haferschleim zu essen, weil nichts anderes bekannt war. Heute liegt einem die Welt auf Knopfdruck vor den Füßen und obwohl man meint, schon ziemlich viel über Essen zu wissen, findet sich doch immer wieder etwas, das überrascht oder schlichtweg begeistert. Diese feine Vorspeise zum Beispiel ist eine wahre Perle, über die ich zufällig gestolpert bin. Das Rezept stammt vom amerikanischen Koch Jimmy Bradley, in dessen Restaurant The Red Cat in Chelsea, New York City, es seit Jahren ein Renner ist.

Kokos-Curry mit Pute


Das Essen von Gestern hat seine Wirkung nicht verfehlt und meine Erkältung ist am Abklingen. Pute ist halt doch das beste Antibiotikum. Schlauerweise hatte ich die doppelte Menge Fleisch gekauft, also bereite ich heute rein prophylaktisch den Rest zu. Mein weiß ja nie ...

Eingelegte Paprika


Die Gattin bemängelte neulich aus heiterem Himmel, dass es in diesem Haushalt keine eingelegte Paprika gebe und sie diese gerne mal auf Pizza essen wolle. Das war mir neu, aber daran soll eine Ehe nicht scheitern. Also habe ich flugs ein paar freilaufende Paprika erlegt und in die heimische Höhle transportiert. Das Resultat sieht man oben.

Donnerstag, 24. November 2016

Plov



Ich bin gefragt worden, ob ich nicht mal ein Plov machen könnte. "Na klar", habe ich gesagt, obwohl ich eigentlich gar nicht wusste, was das ist. Glücklicherweise kann man ja heutzutage mit dem Smartphone jeder Zeit und auf der Stelle nachschauen und weiß dann sofort, dass Plov die russische Form des Pilaws ist und es sich hierbei also um ein Reisgericht handelt. Davon hat ja jede Nation so ihre eigene Vorstellung. Risotto, Paella, Nasi Goreng und eben Pilaw - die Möglichkeiten sind zahllos. Hier also die russische Variante. 

Normalerweise nimmt man hierfür Rindfleisch oder Lamm, beziehungsweise Hammel. Da heute aber in den USA auch Thanksgiving ist und traditionell Truthahn gegessen wird, habe ich mich für Putenfleisch entschieden. Das nennt man doch mal einen Beitrag zur Völkerverständigung. Die Pute kommt aber auch aus einem anderem Grund zur rechten Zeit, denn mein Hals kratzt etwas und da sind Antibiotika genau das richtige.

Mittwoch, 23. November 2016

Frittata mit Rosenkohl und Kartoffeln


Ei und Kartoffeln sind füreinander geschaffen, daran besteht kein Zweifel. Als Frittata sind beide besonders bei der Gattin gerne gesehen. Auch hier probiere ich immer wieder gerne neue Kombinationen aus. Für die Rosenkohl Miniquiches neulich hatte ich extra mehr frische Knollen blanchiert, als ich brauchte. Der Rest ist dann ins Gefrierfach umgezogen. Ein Teil davon durfte heute wieder auftauen. Manchmal ist Vorratshaltung praktisch und Kohl schadet etwas Frost nicht. 

Blätterteig mit Pilzen und Speck


Schnelle Sache für zwischendurch: Blätterteig mit herzhaftem Belag. In diesem Fall entschied das Verfallsdatum und es handelt sich hier um Resteverwertung und die kann ja auch lecker sein.

Dienstag, 22. November 2016

Nur mal so ... (Teil 93)


Heute habe ich einmal wieder statt in der Küche auf der Bühne gestanden. Normalerweise bin ich bisher als Bassist unserer Schulband in Erscheinung getreten, heute mein Live-Debüt am Mikrofon. Wir haben nämlich gerade Gäste aus unserer Partnerschule in Luzk (Ukraine) im Haus und da gab es ein nettes Bühnenprogramm, zu dem unsere Truppe "To Love Somebody" und "Why Did You Do It" beisteuerte. Ich bin kein Opernsänger, aber Joe Cocker wäre stolz auf mich gewesen.

Montag, 21. November 2016

Käsespätzle


Gestern hatten wir hausgemachte Spätzle zu Gulasch, da liegt es ja nahe, heute die Reste in etwas Leckeres wie zum Beispiel Käsespätzle zu verwandeln. Ich weiß, der Schwabe wird aufstöhnen, denn erstens ist dies, weil fleischlos, ein typisches Freitagsgericht, zweitens, müssen die Spätzle dafür nomalerweise frisch gemacht und nicht vom Vortag sein und drittens sehen die "geschmälzten Zwiebeln" zumindest auf den Fotos zu dunkel aus. Ich bin aber kein Schwabe, also darf ich das. Soll doch einer kommen und mich verklagen. Der kann sich dann nämlich vom Geschmack überzeugen und dann immer noch den ersten Stein werfen ...

Sonntag, 20. November 2016

Germknödel


So, nachdem ich vorhin schon vermutlich sämtliche Schwaben dieser Welt gegen mich aufgebracht habe, vergreife ich mich an einer weiteren regionalen Spezialität, von der ich im Grunde keine Ahnung habe. Da ich aber ohnehin nicht vorhabe, demnächst nach Bayern, Österreich oder Tschechien zu reisen, erlaube ich mir das mal großzügig. 

Spätzle


Sind sie nun Nudeln oder sind sie es nicht? Die Frage stellt sich immer wieder und ist auch nicht so einfach zu beantworten. Von den Zutaten her müsste man sie mit "Ja" beantworten, die Art der Zubereitung hingegen müsste auf ein "Nein" hinauslaufen. Vermutlich sind Spätzle eine eigene Kategorie im Bereich der Teigwaren. Was die dann aber wiederum mit Spatzen zu tun haben, von denen sich ihr Name ableitet, ist auch unklar, vermutlich hat das etwas mit der Größe zu tun. Wobei auch die variieren kann. Von klein und rund ("Knöpfle") bis lang oder breit ist so ziemlich alles möglich und es hängt vermutlich von der persönlichen Präferenz, dem Gericht zu dem sie serviert werden sollen oder natürlich auch dem Geschick des Kochs ab, wie die Dinger am Ende aussehen. Dies hier ist mein erster Versuch und ich wollte die Spätzle unbedingt von Hand schaben, deshalb sind sie etwas dick geworden. Der mag der echte Schwabe vielleicht nur ein mitleidiges Lächeln für übrig haben, aber sie waren trotzdem saulecker.

Samstag, 19. November 2016

Hackfleisch mit Nudeln, Spinat und Fetakäse


Das hier ist mal wieder etwas, das bei der Sichtung der Vorratslage spontan entstanden ist. Man könnte das natürlich noch um andere Gemüsesorten erweitern. Paprika und Zucchini würden zum Beispiel gut passen. Aber auch so, nur mit Spinat ist das schon recht lecker. Die Würzung ist griechisch inspiriert, also kann Feta als Käse zur Pasta nicht schaden. Und ja, auch wenn es aussieht wie Reis, handelt es sich hier um Nudeln. Die diese Sorte heißt in Itlalien Risoni oder auch orzo. In der Türkei bekommt man sie als arpa sehriye serviert und die Griechen nennen die Nudeln kritháraki. Sie eignen sich gut zum Schmoren, denn auf Grund ihrer Dicke übergaren sie nicht so schnell.

Freitag, 18. November 2016

Patatas bravas


Patatas bravas sind keineswegs brave Kartoffeln, weil der Weihnachtsmann bald kommt, sondern, wegen der (allerdings nur) leichten Schärfe, eher etwas für "Mutige" (brava = mutig). Ihre Herkunft ist ungewiss und es gibt schätzungsweise 14 Milliarden Rezepte, die natürlich alle authentisch sind. Mal mit Tomaten, mal Chili, dann ist manchmal Essig mit drin oder das Ganze wird noch mit Aioli - ein Thema, dem ich mich auch demnächst widmen werde - gereicht. Hier herrscht völliges Durcheinander und selbst die spanische Wikipediaseite ist da keine große Hilfe. Ich habe also einige Zeit recherchiert und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: jeder so, wie ihm beliebt. Dieses Rezept hier habe ich öfter in Verbindung mit Madrid gefunden und es hat mir wegen seiner Schlichtheit zugesagt. Aber egal wie zubereitet, Patatas bravas dürfen auf keinem Tapas-Büffet fehlen.

Mittwoch, 16. November 2016

Waldorfsalat - Waldorf Astoria, NYC Style


Es ist selten, dass ein und dasselbe Gericht über Jahre hinweg auf der Speisekarte feiner Restaurants überlebt. Die Zeiten und Geschmäcker wandeln sich und was gestern noch als elegant galt, wirkt heute oft einfach nur piefig. Das Cordon bleu ist (leider) so ein Kandidat. Früher der Ausbund an kulinarischer Raffinesse, heute allenfalls auf laminierten Speisekarten an Imbissbuden zu finden. Um nicht dem immensen Druck, der auf der Spitzengastronomie lastet, sich ständig neu zu erfinden, zum Opfer zu fallen, muss ein Gericht deshalb schon etwas Besonderes sein, oder so wandelbar, dass es sich dem Geschmack der Zeit anpassen kann, aber im Grunde "es selbst" bleibt. 

Schnitzeltoast

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Gab es das nicht mal zu kaufen? So fertig panierte Pressfleischquadrate aus der Packung, die man in den Toasterschlitzen aufbacken konnte? Davon ist dieses Schnitzeltoast meilenweit entfernt. Zugegeben, es ist nicht gerade Diätküche, aber mehr Kalorien als ein Jägerschnitzel mit Pilzrahmsauce und Pommes und Mayo dürfte es aber auch nicht haben. 

Dienstag, 15. November 2016

Hühnersuppe mit Spinat und Tomaten


Bei diesem nassen und kalten Wetter ist warme Suppe immer eine Wohltat, besonders wenn sie selbst gemacht ist und frische Einlagen enthält. Ich hatte noch genug Hühnerbrühe von unserem spanischen Reis übrig,so dass ich diese bloß mit ein paar Zutaten nach Wahl aufkochen brauchte. Die Farbkombination grün-weiß-rot erinnert natürlich an Italien, ist aber auch sonst ein Augenschmaus.