Donnerstag, 15. Juni 2017

Kentucky Grilled Chicken


Ja, ich habe Grillgut schon mal ansprechender angerichtett, aber ich musste das buchstäblich unter Dach und Fach kriegen, bevor das Unwetter losbrach. Nein, ich meine hier ausnahmsweise mal nicht die Lipper, die heute wieder in Scharen aus dem grenznahen NRW bei uns auf der Suche nach Futter und Glasperlen eingefallen sind. Von denen habe ich diesmal nicht viel mitbekommen. Ich meine das heftige Gewitter, das plötzlich gegen 19.00 direkt über uns stand und grelle Blitze mit sofortigen Donner und wolkenbruchartige Niederschläge mit sich führte. Eine halbe Stunde dann überall Sirengeheul, Einsatzwagen der Feuerwehr in und aus allen Richtungen, da war richtig was los. Ich will nur hoffen, das keine Personen zu Schaden gekommen sind und auch der Rest sich im erträglichen Rahmen hält. Ich bin jedenfalls gerade so mit Grillen fertig geworden - essen mussten wir dann schon drinnen - deshalb ist das Bild auch mehr so nebenbei entstanden.



Ebenso nebenbei ist ein Ragù alla Bolognese nach dem einzig wahren ricetta tradizionale aus Bologna entstanden. Hier der soffritto: Ein Kilogramm Gemüse - Stangensellerie, Möhre und Zwiebel zu gleichen Teilen - und ein weiteres Kilo luftgetrocknete Pancetta.


Dazu zwei Kilogramm angeröstetes Rinderhackfleisch, Weißwein, Tomatenmark und Rinderbrühe. Sieht so noch nach nichts aus, ...


... aber auf kleinster Flamme habe wir vier Stunden später etwas großartiges geschaffen. Keine Knoblauchorgien, kein Kräuteroverkill und vor allem keine unnötigen Gewürze. Nicht einmal Salz und Pfeffer sind nötig, höchstens etwas Zucker, abhängig von der Säure des Weins. In der Toskana mag man kräftigere Ragùs, die original Bolognese ist da eher mild. 


Aber zurück zum Huhn. Der Colonol frittiert die Teile ja und das haben wir auch schon öfter gemacht. Heute habe ich etwas ähnliches auf dem Grill zubereitet. Deswegen ja auch "grilled chicken". In Kentucky macht man das sicher im Smoker und mit Rauch, bei mir geht es auch ohne.

Wir brauchen ein paar Hähnchenteile, hier habe ich sieben drumsticks, also Unterkeulen. Ich würze auch noch gleich drei Nackensteaks mit dieser Mischung.

Für die Würzmischung:
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • 2 TL Paprika edelsüß, gemischt mit Cayenne nach Wunsch
  • 2 TL getrocknete Kräuter (hier Thymian, Basilikum und Oregano)
  • 1,5 TL gemahlener Kreuzkümmel 
  • 0,5 TL Pimentpulver
  • Salz
  • Pfeffer

Logische Sache: alles vermischen und Fleischstücke schön damit einreiben.


Nebenbei gibt es noch einen Souvlakispieß vom Huhn und etwas Halloumikäse, in der selben Marinade.


HDas Hähnchen hab ich zunächst in einer Grillschale angrillt und dabei eine zweite umgedreht als Deckel aufgelegt. Daneben liegen mit Feta gefüllte rote Spitzpaprika. Vor der Schale direlkt auf dem Rost: der obligatorische Teriyakispieß vom Huhn, ohne den die Gattin nicht Grillen kann.


Die Paprika ist fertig ...


... und die Keulen dürfen jetzt noch mal kurz direkt auf das Rost.


Ein bisschen Cancan tanzen kann nie schaden.


Die erste selbst geerntete Zitrone aus dem Garten. Hat einen leicht limonigen und sehr frischen, fruchtigen Geschmack. 


Die Zitrone wurde dann auch gleich für das Caesar Salad Dressing verwendet.


Saftiges und zartes Hühnerfleisch - was will man mehr?
____
Flashback:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen