Sonntag, 14. September 2014

Sate-Spieße mit Erdnusssauce (Satay)

Heute waren wir mit der Kleinen und ihrer besten Freundin bei einer hervorragenden Aufführung der Freilichtbühne Osterwald. Gespielt wurde zum letzten Mal in dieser Saison "Ronja Räubertochter" und obwohl es sich um Laiendarsteller handelt, gibt man sich sehr viel Mühe mit liebevoll gestalteten Kulissen, tollen Tricks (besonders, wenn der Blitz die Mattis Burg "spaltet") und natürlich außerordentlich gutem und professionell wirkendem Schauspiel. Wir sind nun heute das dritte Mal da gewesen (2012 bei "Sindbad" und 2013 bei "Pipi Langstrumpf") und werden uns auch 2015 sicherlich "Der Kleine Vampir" nicht entgehen lassen. Da wir aber erst um sieben Uhr abends zu Hause waren, blieb keine Zeit zum Kochen. Da ich aber Lust auf Schreiben habe und außerdem einen Grund suchte, für Osterwald zu werben, hier noch einmal ein beherzter Griff ins Archiv.


Wir bleiben unserem Thai-Thema treu (welch Alliteration!) und präsentieren den thailändischen Snack-Klassiker schlechthin: pikante gegrillte Fleischspießchen mit Erdnusssauce. 

Diese Köstlichkeit stammt eigentlich aus Indonesien und ist dort Teil der traditionellen Reistafel. Die Thailänder haben diese Spieße zunächst sozusagen adoptiert und dann an ihre Küche adaptiert

Bei vier Essern halten wir für die Spieße bereit:
  • 500 g Hähnchenfilet (Schwein geht auch)
  • etwa 2 cm Galgant (geschält)
  • 1 Stängel Zitronengras
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1/ TL Salz
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 1 EL Palm- oder braunen Rohrzucker
  • 1 TL rote Currypaste
  • 4 EL Kokosmilch 
Für die Sauce:
  • 150 g geröstete Erdnüsse (am besten ungesalzen)
  • 2 EL rote Currypaste
  • 400 ml ungesüßte Kokosmilch (minus die 4 EL für die Marinade)
  • 3 EL Palm- oder brauner Rohrzucker
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Fischsauce
  • 3 EL heller Essig
  • 3 El neutrales Öl
Für die Salatbeilage:
  • 1 Salatgurke
  • 2 Schalotten
  • 1 - 2 rote Chilis
  • 125 ml heller Essig
  • 150 ml Wasser
  • 100 g weißer Zucker
  • Salz
Wir schneiden jede Hühnerbrust längst in drei lange Streifen. Galgant, Zitronengras und Gewürze können etwas gehackt und dann im Mörser zerstoßen werden, man kann aber auch einfach eine Küchenmaschine oder Ähnliches zur Hilfe nehmen. Wie auch immer, wir verarbeiten nun alles bis einschließlich Zuckers zu einer Würzpaste und reiben das Fleisch damit gut ein. Dann rühren wir die Currypaste unter die Kokosmilch und vermischen diesen Mix mit dem gewürzten Fleisch. Dieses lassen wir dann eine Stunde marinieren. Dann stecken wir das Fleisch ziehharmonikaartig auf Spieße. Nun werden die Spieße am besten über Holzkohle gegrillt.   

Für die Sauce zerstoßen wir die Erdnüsse im Mörser oder nehmen auch hier wieder eine Küchenmaschine. Die Erdnüsse sollten dabei aner nicht atomisiert sein. Grobe Klumpen wollen wir zwar auch nicht, aber ein wenig Textur kann nicht schaden. 

Nun erhitzen wir das Öl in einem Topf und braten die Currypaste darin an, bis es duftet. Nun geben wir die Kokosmilch hinzu und lassen diese etwa eine Minute köcheln. Wir rühren die Erdnüsse und restlichen Saucenzutaten hinein und lassen die Sauce simmern, bis sie schön dicklich ist.

Als nächstes schälen wir die Gurke und vierteln sie längs. Mit einem Löffel entkernen wir das Gemüse nun, halbieren die Viertel erneut längs und schneiden die Gurken quer in feine Scheibchen. Die Chili(s) werden nach Wunsch entkernt und in feine Streifen geschnitten. Die Schalotten werden geschält und fein gehackt. 

Jetzt kochen wir Wasser, Essig, und Salz mit dem Zucker auf, bis sich dieser gelöst hat. Wir lassen dieses Dressing abkühlen und geben es dann über Gurken, Chilis und Schalotten, die wir zuvor schon vermengt haben.

Dem aufmerksamen Betrachter wird aufgefallen sein, das wir hier zwei Erdnusssaucen haben, eine hellere und eine dunklere. Auf der rechten Seite ist die hier beschriebene thailändische Varietät, die etwas hellere Sauce indonesischen Ursprungs. Auch dieses Rezept will ich nicht schuldig bleiben.
  • 200 geröstete Erdnusskerne
  • 2 cm Ingwer
  • 400 ml Kokosmilch (ungesüßt) 
  • 1/2 Zitrone
  • 3 EL Ketjap Manis (süße indonesische Sojasauce)
  • 1 EL Ketjap Asin (salzige indonesische Sojasauce)
  • 1 EL Palm- oder brauner Rohrzucker
  • 1 TL Sambal Oelek
  • 3 EL neutrales Öl
Mit den Erdnüssen genau wie oben beschrieben verfahren. Ingwer schälen und fein reiben. Öl in einem Topf erhitzen, Ingwer und Erdnüsse hinzugeben. Unter ständigem Rühren bei schwacher Hitze etwa zwei Minuten anschwitzen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und zehn Minuten simmern lassen, bis die Sauce schön eingedickt ist. Öfter umrühren, am besten einen beschichteten Topf verwenden.

Da Indonesien zu großen Teilen moslemisch ist, nimmt hier gerne Rindfleisch für die Spieße. Huhn geht natürlich auch. Das Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden und mit Ketjap Asin, Ketjap Manis (zu gleiche Teilen) und nach gewünschtem Schärfegrad Sambal Oelek marinieren. 

Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass diese Rezepte weitgehend denen aus älteren Kochbüchern des GU-Verlags folgen. Ich habe jedoch einige kleine Veränderungen vorgenommen habe, um die "Authenzität" zu steigern, so fehlt bei mir zum Beispiel die untypische Verwendung von Currypulver bei der Marinade.

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