Montag, 3. März 2014

Aus Jugend und Kindheit (Teil III): Curryhühnchen


Ein weiterer Klassiker aus meinen Kindertagen: Curryhühnchen. Meine Mutter hat früher hierfür immer ein Suppenhuhn gekocht und das Fleisch und die Brühe dann für das Gericht verwendet. Ich erinnere mich noch, das auch die Innereien wie Leber, Magen und Herz mitgekocht wurden. Für uns Kinder war es immer wieder spannend, wer das Herz dann auf seinem Teller hatte. Ekelig fand das niemand. Später ging meine Mutter dann dazu über, nur noch Hähnchenbrust zu nehmen, die in Würfel geschnitten dann in Öl oder Margarine angebraten wurden. Geschmeckt hat das auch, war aber längst nicht dasselbe.

Bei der Expo 2000 in Hannover habe ich dann ein recht mildes, balinesisches Curry gegessen, das überraschender Weise sehr ähnlich schmeckte.

Nun habe ich versucht, das Ganze einmal aus der Erinnerung heraus nachzukochen und was soll ich sagen - das Ergebnis hat mich zurück in die Siebziger und direkt an den Esstisch in der Küche meiner Eltern gebracht.


Zunächst bereiten wir ein Huhn wie für eine Hühnersuppe zu. Ich nehme hier meist eine Poularde, weil das Fleisch dann weniger zäh als beim Suppenhuhn ist. 

Wir gießen die Brühe durch ein Sieb und fangen die Flüssigkeit dabei natürlich auf. Ist das Huhn etwas abgekühlt, entfernen wir die Haut und lösen wir das Fleisch von den Knochen. Dieses zerteilen wir dann in mundgerechte Stücke. Die Möhre kann auch weiterverwendet werden


für 4 Personen
  • 1 EL Butter (meine Mutter hat immer Margarine genommen)
  • 1 Zwiebel (gepellt und fein gehackt)
  • gekochtes Hühnerfleisch
  • 100 g Chanpignons (kleine oder halbiert)
  • 1 grüne Paprika (ohne Kerne in Streifen geschnitten)
  • Currypulver
  • 2 EL Sojasauce (hell)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 3/4 l Hühnerbrühe
  • Sahne
  • 1 TL Speisestärke in 1 EL kalten Wasser aufgelöst

optional:



  • Zucker
  • Sambal Oelek

Zwiebeln und Knoblauch kurz in Butter anschwitzen. Paprika und Champignons hinzufügen und mitdünsten lassen.



Fleisch und Currypulver, optional auch Sambal Oelek nach Geschmack, dazugeben. Die Brühe angießen, mit Salz, Pfeffer, Sojasauce und eventuell einer kleinen Prise Zucker abschmecken. 5 Minuten köcheln lassen, eine Schuss Sahne angießen und ein paar Minuten weiter garen. Eventuell mit Speisetärke etwas abbinden und mit Reis servieren.

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