Freitag, 23. Juni 2017

Fischfrikadellen


Wie heißt es doch so schön? "Fischers Fritz fischt frische Fischfrikadellen" ... oder so ähnlich. Gefischt habe ich diese hier zwar nicht, aber zubereitet. Das Resultat könnte sich so auch in einem Waterkant-Burger, beziehungsweise Bremer wiederfinden, wobei ich immer nicht weiß, ob letzterer Name nur die Frikadelle oder das ganze Konstrukt mit Brötchen und Schisslaweng bezeichnet. Vielleicht auch beides. Aber auch egal, dieser maritime Bremsklotz schmeckt auch ohne Teigwaren. Kartoffeln und Erbspüree sind gute Begleiter, dazu dann unsere leckere Gloucestersauce und fertig ist ein leckeres Mahl.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Gloucestersauce


Die Gloucester-Sauce ist, genau wie die Worcestersauce, mal wieder mal so ein Ding, das phonetisch die Spreu vom Weizen trennt. Man kann sie zwar ganz essen, muss dabei aber auch einige Buchstaben des Namens verschlucken. Das Ergebnis ist dann eine "Gloster-Sauce". Bei dieser handelt es sich um eine Variante der Mayonnaise aus Groß Britannien, die gerne zu kaltem Braten und Fisch gereicht wird. Man könnte auch von einer Art Sauce Tartare sprechen.  

Mittwoch, 21. Juni 2017

Cremiges Ragout von Spargel und Huhn auf Pasta


So, da bin ich wieder, nach ein paar Tagen Absenz vom Herd. Mir fehlte in den letzte Tagen einfach die Zeit zu kochen. Wir sind in NRW ja im Schuljahresendspurt. Da bin ich immer zwiegespalten. Auf der einen Seite hätte ich lieber jetzt als morgen Ferien, auf der anderen würden drei Wochen mehr nicht schaden, damit man noch bequem alles schaffen kann, was geschafft werden muss. Außerdem war es ohnehin viel zu heiß, um den Flammen eines Gasherd zu nahe zu kommen. 

Samstag, 17. Juni 2017

Nur mal so ... (Teil 109)


Wenn jetzt ein Riss im Zeit-Raum-Kontinuum entsteht und das Universum im Chaos versinkt oder alternativen Zeitlinien folgt - meine Schuld ist es nicht. Zumindest nicht absichtlich. In meinem Tages-, beziehungsweise Wochenablauf ist es aber bereits zu ersten Fluktuation gekommen und alles verschiebt sich um einen Tag nach hinten. Grund der Zeitanomalien ist nicht etwa ein spontan aufgetretenes Wurmloch in meiner Küche oder ein umgekehrter Tachyonimpuls, sondern der Wunsch der Sous-Chefin, Lasagne essen zu wollen. Also habe ich die Tage einen riesigen Topf Ragù alla Bolognese gekocht, natürlich nach dem - und ich werde nicht müde, es zu erwähnen - einzig wahren ricetta tradizionale, dem offiziellen Rezept der Stadt Bologna. Insgesamt vier Kilogramm. Ein Teil davon ist heute in obige Lasagne mit fünf Schichten grüner Pasta, vier Schichten Ragù, Sauce Béchamel und Parmesan gewandert.   

Freitag, 16. Juni 2017

Rhababersaftschorle


Das heutige Rezept hast die Gattin zu verantworten. Nach eingehender Inspektion des Gartens kam sie zu dem Entschluss, das der vermutlich letzte Rhabarber des Jahres sofort zu verarbeiten sei. Ihr Ansinnen war es, diesen in Saft zu verwandeln. Bei unserem Kurzausflug nach Spiekeroog neulich hatten wir diesen als kühle Schorle bei 30° C sengender Hitze auf der Terasse eines Cafés getrunken und für lecker und sehr erfrischend befunden. Klarer Fall, das wir zu Hause nachgebaut und das möglichst ohne Beimischung von 40% Apfelsaftkonzentrat, wie bei industriellen Produkten so üblich.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Kentucky Grilled Chicken


Ja, ich habe Grillgut schon mal ansprechender angerichtett, aber ich musste das buchstäblich unter Dach und Fach kriegen, bevor das Unwetter losbrach. Nein, ich meine hier ausnahmsweise mal nicht die Lipper, die heute wieder in Scharen aus dem grenznahen NRW bei uns auf der Suche nach Futter und Glasperlen eingefallen sind. Von denen habe ich diesmal nicht viel mitbekommen. Ich meine das heftige Gewitter, das plötzlich gegen 19.00 direkt über uns stand und grelle Blitze mit sofortigen Donner und wolkenbruchartige Niederschläge mit sich führte. Eine halbe Stunde dann überall Sirengeheul, Einsatzwagen der Feuerwehr in und aus allen Richtungen, da war richtig was los. Ich will nur hoffen, das keine Personen zu Schaden gekommen sind und auch der Rest sich im erträglichen Rahmen hält. Ich bin jedenfalls gerade so mit Grillen fertig geworden - essen mussten wir dann schon drinnen - deshalb ist das Bild auch mehr so nebenbei entstanden.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Risotto mit weißem Spargel


Und wieder möchte ich Faust zitieren: "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust". Als arbeitstechnischer Nordrhein-Westfale begrüße ich natürlich den freien Tag am morgigen Donnerstag. Als Bewohner eines grenznahen Dorfes in Niedersachsen verfluche ich ihn, den ich weiß, sie werden kommen. Horden von Barbaren mit dem hier so gefürchteten Kennzeichen LIP. Wenn die hier einfallen, weil es zu Hause nichts zu kaufen gibt (und der Lipper denkt dann, es gibt nie weider etwas), lebt man gefährlich, wenn man nur den Fuß vor die Tür setzt. Es sind schon nichtsahnende Niedersachsen im eigenen Hausflur von Lippern überfahren worden. Straßenverkehrsordnung? Mit dem LIP auf dem Nummernschild ist das etwas, was generell nur anderen passiert. Ähnliches kenne ich nur aus Brüssel. Aber zum Glück habe ich vorgesorgt und muss morgen nicht einkaufen. Trotzdem werde ich auf dem Weg ins Badezimmer beim Überqueren des Flurs brav nach links, rechts, links und dann wieder nach rechts sehen. Man weiß ja nie, ob hinter dem Kühlschrank ein Opel Corsa-Fahrer mit Hut aus Kalletal parkt und nur darauf wartet, dass ich ihm vor den Kühler laufe ..