Donnerstag, 23. März 2017

Pizza spinaci, broccoli e macinato di manzo


Immer wenn du denkst, du hast alle Pizzen gebacken, gelingt dir etwas unglaublich Leckeres und du fragst dich: "Warum erst jetzt? Wo war diese Pizza mein Leben lang?" Mir geht es jedenfalls so und obwohl ich schon oft behauptet habe, meine "neue" Lieblingspizza gefunden zu haben, scheint nichts so alt zu sein, wie mein Gewäsch von gestern. Also, liebe Leute, haltet die Pressen an, hier kommt ein Extrablatt zu meiner momentanen numero uno in der Kategorie "belegter Teigfladen mit Käse gebacken", quasi der Pizza Oscar 2017. 

Mittwoch, 22. März 2017

Scholle Büsumer Art


Ich habe mich entschieden, mehr Fisch zu essen. Das ist gut für die Gesundheit. Natürlich nicht für die des Fisches, aber irgendwas ist ja immer. Scholle ist einer meiner Lieblingsfische. Ich mag besonders die tellergroßen Maischollen, aber auch jetzt gibt es schon leckere Exemplare, wenn auch kleiner. 

Bei gebratener Scholle gibt es in Deutschland zwei traditionelle Serviervarianten, mit Speckwürfeln heißt das "Finkenwerder Art" und mit Nordseekrabben "Büsumer Art". Manchmal werden beide Arten auch kombiniert. Man kann den Fisch natürlich auch nach "Müllerin Art" durch gesalzene Milch ziehen, mehlieren und in Mandelbutter braten, dass ist aber eher bei Forellen üblich. Ich habe mich hier für die Büsum-Variante entschieden, weil ich noch Krabben hatte und die gewinnen, anders als Wein, durch längere Lagerung nicht unbedingt an Genussqualität.

Dienstag, 21. März 2017

Spaghetti in zitroniger Basilikumbutter mit Prosciutto


Der Frühling hat begonnen, leider hat sich das da draußen beim Wetter noch nicht ganz herumgesprochen und es fällt noch schwer, die kalendarische Festlegung mit der grausamen Wirklichkeit in Einklang zu bringen. Ich will jetzt keine philosophische Grundsatzdiskussion zum Wirklichkeitsbegriff beginnen, mitnichten. Lieber koche ich mir da den Frühling einfach her und bereite ein schönes, leichtes (wenn wir uns von "etwas" Butter nicht abschrecken lassen) Pastagericht zu, dass man wunderbar draußen auf der Terrasse mit einem schönen weißen Sommerwein genießen kann. Wenn ich eine italienische Taverna hätte - und mein Restverstand möge mich davor bewahren, der Hybris zu verfallen, jemals ein Restaurant zu eröffnen - diese Pasta stünde mit Sicherheit auf der Karte.

Montag, 20. März 2017

Hackfleisch mit Nudeln, Gemüse und Erdnüssen aus dem Wok


Da hatte ich vom Wochenende wegen einer anderen Geschichte noch Thüringer Mett übrig. Das wollte ich nach zwei Tagen nicht mehr unbedingt roh essen - obwohl ich besonders ältere Leute im Dorf kenne, die sich Mittwochs auf dem Wochenmarkt zwei Kilo Hackepeter holen, der dann für die Woche reicht - aber gebraten sollte das kein Problem darstellen. Hackfleischpfannen hatten wir hier auch schon einige, warum also nicht mal etwas chinesisch inspiriertes.

Sonntag, 19. März 2017

Steak - was sonst?


Irgendwie musste mal wieder Steak auf den Teller. Ich bin da ganz ehrlich, ich mag es tatsächlich aus der Pfanne und mit brauner Butter begossen lieber, als vom Grill. Der Garpunkt ist meines Erachtens so auch besser zu treffen. Normalerweise esse ich Steak gerne medium rare. Dies hier ist ein Rib Eye und das bevorzuge ich jedoch medium, da sonst der charakteristische Fettkern in der Mitte nicht richtig gart. Man mag mir zustimmen ode rnicht, aber für mich gibt es bessere Sachen, als auf rohem, kalten Rinderfett herumzukauen.

Samstag, 18. März 2017

Nur mal so ... (Teil 104)


Nicht viel los hier heute. Wir sind von neuen Nachbarn in der Straße zum "Einstand" eingeladen worden. Was bringt man da mit? Natürlich Salz und frisch gebackenes Brot. Da fällt mir ein, wir habe vor zehn Jahren keinen Umtrunk geboten, als wir einzogen sind. Egal, ist vielleicht keinem aufgefallen und wenn doch, gilt der Grundsatz: ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. 

Freitag, 17. März 2017

Saftige Hähnchenbrust - gebrint und in Buttermilch eingelegt


Gibt es etwas schlimmeres, als ein Stück Huhn, dass sich im Mund wie ein Bodenprobe aus der Atacama Wüste anfühlt und beim Kauen immer mehr wird? Gerade Hühnerbrust ist die Gratwanderung zwischen zu wenig gegart und damit potentiell gesundheitsgefährdend und verkochter Schuhsohle ein sehr schmaler. Mit Fleischthermometern arbeite ich nur ungern, denn die stechen Löcher ins Fleisch, die nicht nur hässlich aussehen, sondern auch dafür sorgen, dass wertvoller Saft ausläuft. Es gehört schon einiges an Geschick und Erfahrung dazu, zum Beispiel durch die Druckprobe, erkennen zu können, in welchem Garzustand sich das Huhn befindet. 

Und dann ist da noch die Sache der persönlichen Präferenz. Für mich darf Hähnchenbrust noch einen leichten rosa Schimmer haben, dann ist sie im Regelfall gar, aber nicht überkocht. Wir reden hier von einem Farbhauch, wohlgemerkt und nicht etwa von medium oder gar medium rare, es sei denn, wir wären in Japan und bekämen gutes torisashi. Die Gattin mag es da lieber durchgehend weiß und hier fängt es schon an, kritisch zu werden. Um Hähnchenbrust auch in diesem Zustand schön saftig zu erhalten, bietet sich ein Verfahren an, dass in den USA fast schon zum guten Ton gehört und hier schon sowohl beim fried chicken (oder: hier), sowie beim Thanksgiving turkey Anwendung gefunden hat: das Einlegen in eine salzige Flüssigkeit, sprich brining.