Donnerstag, 27. April 2017

Chicharrón Colombiano


Wir verlassen Peru für einen Moment und wenden uns nordwärts Richtung Kolumbien. Das Land ist nicht nur nach dem vermeintlichen Entdecker des Kontinents benannt sondern hat auch in kulinarischer Sicht einiges zu bieten. Unter anderem diesen köstlichen Schweinebauch mit Schwarte, bekannt als chicharrón colombiano. Diätküche geht natürlich anders, aber man darf nicht vergessen, dass in den oft höher gelegene Andenregionen der Metabolismus anders funktioniert als hier zulande. Die Stadt Cartegena liegt zwar in etwa auf Höhe des Meeresspiegels, dafür erreichen wir in Medillin gut 1500 Meter, in der Haupstadt Bogotá sogar 2600 Meter Höhe. Das sind Bereiche also, die in den Alpen schon jenseits der Vegetationsgrenze liegen. Man hat in Südamerika aber allgemein wenig Angst Verständnis für mageres Essen.Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem brasilianischen Bekannten, der bei einem Besuch in Deutschland nur zwei Kritikpunkte hatte: zu wenig Bohnen und zu wenig Fett. 

Mittwoch, 26. April 2017

Ají de Gallina - peruanisches Hühnerchili


Ich hatte ja neulich angekündigt, mich ein wenig mit den Küchen Südamerikas zu beschäftigen. Den Anfang machte eine peruanische Chilsauce, die ají amarillo. Das ist natürlich nicht einfach so geschehen oder weil ich die Farbe so schön fand. Ich hatte schon einen (oder besser: mehrere) Verwendungszwecke in Sinn. Einer davon ist so eine Art peruanisches Hühnerfrikassee, ají de gallina oder chile de pollo, wie der europäische Spanien sagen würde. Hierbei lässt sich sehr gut eine Charakteristik erkennen, die fast allen Küchen Südamerikas zu eigen ist: die Verschmelzung vielfältiger Einflüsse, zumeist europäischer und asiatischer Natur, sowie die, der indigenen Völker. Die gleischzeitige Verwendung von Kartoffel (neue Welt) und Reis (alte Welt) in einem Gericht mag uns seltsam erscheinen, wird auf unserer kulinarischen Reise durch den Kontinent aber noch öfter auftauchen.

Montag, 24. April 2017

Ají Amarillo - perunanische Chilisauce


Wer diesen Blog hier besser kennt, wird bemerkt haben, dass ich oft thematisch koche und hin und wieder bestimmte Linien verfolge. Dann kann es sein, dass ich mal eine chinesische Phase habe, oder verstärkt japanische Dinge zubereite. Dann bin ich wieder im Pastafieber oder grille bis der Arzt kommt. Dabei versuche ich immer, für Abwechslung zu sorgen und weiße Flecken auf meiner kulinarischen Landkarte mit Farbe zu füllen. Ich hab ein meinem ersten Post auf diesem Blog angekündigt, zumindest am Herd um die Welt zu reisen und ich meine, ich habe schon so einiges abgedeckt. Südamerika scheint aber hier noch quasi terra incognita zu sein, ein Zustand der mir unhaltbar scheint. Es muss doch wohl mehr geben, als nur Chimichurri, so lecker das auch ist. Begeben wir uns heute also virtuell nach Peru und beginnen mit einer simplen Würzsauce, ohne die die Küche des Andenlandes nicht die wäre, die sie ist. Rodentophile Haustierhalter können aufatmen, es sind keine Meerschweinchen - obwohl unsere Sauce auch dazu gereicht wird.

Sonntag, 23. April 2017

Frikadellen mit Bärlauch, Ingwer und Zitronengras


Heute gibt es mal wieder etwas aus der Kiste "Fusion-Confusion", das heißt wir machen ganz krass hippe Crossoverküche. Eigentlich müsste ich mir dazu den Bart noch länger wachsen lassen, Tunnel in den Ohren haben, einen Dutt auf dem Kopf tragen und barfuß im auf Taille geschnittenen Anzug (mit Hosenträgern) rumlaufen, aber es geht auch so. Für sowas braucht man ja auch Vorlauf und das Rezept ist eher spontan beim Blick in den Garten entstanden. Da wächst zwar kein Hackfleischbaum, aber Bärlauch in rauen Mengen. Warum also nicht damit etwas sinnvolles anstellen? Es entwickeln sich zwar schon erste Knospen, aber die Geschichte, dass man blühenden Bärlauch nicht mehr essen sollte, kann ins Reich der Fabel verwiesen werden. Klar, verständlicherweise wird die Pflanze den Knospen Nährstoffe zukommen lassen, die dann nicht mehr in die Blätter gehen. Das kann zu geschmacklichen Einbußen führen. Giftig wird dadurch aber nichts. Kleiner Tipp: Die Knospen kann man sehr gut wie Kapern einlegen.

Nur mal so ... (Teil 107)


Wahnsinn kennt bekanntlich keine Grenzen. Manchmal hat er sogar Methode. Hin und wieder scheint man auch Zusammenhänge zu erkennen, die es eigentlich gar nicht gibt, die aber trotzdem nicht einer gewissen Ironie entbehren. Nehmen wir obige Ankündigung des letzten Star Wars Films in einem Drogeriemarkt, hier bei uns im Hamelner Einkaufszentrum. Natürlich kennt man sich in diesem Laden nicht wirklich mit Rebellen und Kampfgeschwadern aus, sondern eher mit Waschmittel, Pickelcreme, Zahnpasta und eben Kosmetik. Da ist es dann auch kein Wunder, wenn aus "Rogue One" plötzlich "Rouge One" wird. Gut, es gibt auch Stormtrooper Duschgel und ich bin mir sicher, Karl Lagerfeld würde einen guten Sith-Lord abgeben, aber irgendwie ... ich weiß es nicht. Wirklich nicht.

Freitag, 21. April 2017

Spargelsalat


Nach der Skrei-Saison ist die Spargelzeit für mich immer ein weiteres Jahreshighlight. Das möchte ich gerne so weit wie möglich ausnutzen. Spargel klassisch ist natürlich immer gut, aber Abwechslung kann auch nicht schaden. Statt Hollandaise ist zum Beispiel auch eine Vinaigrette eine prima Begleiterin der edlen Stange. Die Kombination mit Erdbeeren kommt vermutlich bei wahren Gourmets mittlerweile genauso so gut an, wie Toast Hawaii, aber was solls. ich mag es und die Früchte mussten weg.

Donnerstag, 20. April 2017

Nur mal so ... (Teil 106)


Lucky Moment der Woche: ich habe etwas gewonnen, zum ersten Mal in meinem Leben. Es handelt sich hierbei um einen Edition 4 Topf von der Pfannenfirma "die Pfanne" Firma mit 24 cm Durchmesser. Also, der Topf und nicht die Firma. Sieht sehr gut aus und ist leichter als erwartet. Mal sehen, was sich damit machen lässt. Vielen Dank jedenfalls an Fortuna.